Stadtwerke Duisburg planen Wasserkraftwerk am Ruhrwehr

Die Stadtwerke Duisburg wollen am Ruhrwehr ein Wasserkraftwerk bauen.
Die Stadtwerke Duisburg wollen am Ruhrwehr ein Wasserkraftwerk bauen.
Foto: A. Mangen / waz
Die Duisburger Stadtwerke planen ein Wasserkraftwerk am Ruhrwehr in Ruhrort, das im Jahr grünen Strom für bis zu 25.000 Haushalte liefern könnte. Rechnet sich das Bauvorhaben für das Unternehmen, soll schon 2013 mit dem Bau begonnen werden.

Duisburg.. Ein Laufwasserkraftwerk in der Nähe der Ruhr-Mündung könnte in Zukunft grünen Strom für Duisburg liefern. Die Stadtwerke Duisburg prüfen derzeit den Bau einer entsprechenden Anlage am Ruhrwehr in Ruhrort. Sollte das Projekt wirtschaftlich zu realisieren sein, würde die Entscheidung zum Bau voraussichtlich noch in diesem Jahr fallen. Das teilte der kommunale Energieversorger am Freitag mit.

„Das Wasserkraftwerk am Ruhrwehr wäre unsere größte eigene Anlage in Duisburg mit der wir zeigen wollen, wie wir erneuerbare Ressourcen vor Ort sinnvoll nutzen können“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Hermann Janning. So wolle das Unternehmen einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten.

Seit 2010 arbeiten Ingenieure der Stadtwerke an Plänen für ein Wasserkraftwerk in Duisburg. Als möglicher Standort wurde dabei Ruhrwehr untersucht. Da das bestehende Wehr den Fluss an dieser Stelle bereits aufstaut, könnte am Südufer ein Kraftwerk zur Stromerzeugung sinnvoll ergänzt werden, heißt es weiter.

Strom für 25.000 Haushalte

Derzeit würden verschiedene Anlagen-Varianten mit einer Leistung von bis zu 2,5 Megawatt geprüft. 50 Kubikmeter Wasser pro Sekunde würden dann bei einer mittleren Fallhöhe von 4,5 Meter eine Turbine antreiben. Auf diese Weise könnten im Jahr bis zu zehn Millionen Kilowattstunden Strom für etwa 25.000 Haushalte erzeugt werden.

Im Frühjahr wollen die Stadtwerke das Projekt dann europaweit ausschreiben und anschließend das Genehmigungsverfahren einleiten. Mit dem Bau könnte dann - wenn alle Genehmigungen vorliegen und das Projekt wirtschaftlich machbar ist, 2013 begonnen werden. Die Baukosten sind mit bis zu zehn Millionen Euro kalkuliert.

 
 

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