Stadt zählt viele Pluspunkte auf

CDU: Belebung im Norden

Die CDU-Fraktion sieht in dem FOC den „dringend“ notwendigen Impuls, um die Stadtteile Marxloh und Alt-Hamborn zu beleben. Mit durchschnittlich 14 Prozent weise der Duisburger Norden im innerstädtischen Vergleich die höchste Arbeitslosenquote auf. Der ­Investor schaffe 800 Arbeitsplätze für den Duisburger Norden und ein vitales Einkaufszentrum . „Die Kritiker des FOC haben noch keine Alternative aufgezeigt, wie ein ähnlicher Schub für den Duisburger Norden gelingen soll. Wenn Marxloh und Alt-Hamborn nicht weiter von der städtischen Entwicklung ­abgekoppelt werden sollen, muss das Projekt verwirklicht werden“, so die CDU-Fraktion in einer Stellungnahme.

Sie verweist auf die in Auftrag gegebenen Gutachten, die in den kommenden Wochen vorliegen dürften. „Ob das FOC wie behauptet zu einer Verödung der Innenstadt führen wird, ist nicht bewiesen. Eine Antwort auf diese Frage werden die Gutachten geben“, so die CDU. Auch hinsichtlich der Verkehrsanbindung werde das FOC-Konzept detailliert geprüft. Ein Projekt wie das FOC „nur auf Basis nicht bewiesener Behauptungen zu beenden“, hält die CDU-Fraktion jedenfalls für falsch. Sollten die Gutachten tatsächlich die geäußerte Kritik stützen, werde die CDU-Fraktion „selbstverständlich auch die eigene Position neu überdenken“.

SPD: Neue Arbeitsplätze

Auch die SPD-Fraktion verweist auf die Chancen bei einer Realisierung des Factory Outlet Centers: ­Schaffung von Arbeitsplätzen, zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen und die Stärkung des Einzelhandelszentrums im Duisburger Norden.

„Dennoch sehen wir die Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler hinsichtlich der erfolgreichen Umsetzung des Projektes kritisch. Wir wollen eine best- und schnellstmögliche Projektrealisierung. Deshalb haben wir klare Vorgaben gemacht“, verweist die SPD auf jüngste Ratsbeschlüsse, die dem Investor strenge Vorgaben und Berichtspflichten auferlegt hat.

Wenn die Meilensteine vom Projektentwickler nicht eingehalten werden, gebe es die Möglichkeit eines Rücktrittsrechtes seitens der Stadt, betont die SPD: „Dann muss auch über Alternativen nachgedacht werden.“

Stadt: Positive Effekte

Duisburgs oberster Stadtentwickler, Baudezernent Carsten Tum, ist von den Vorteilen den FOC weiterhin überzeugt und hält den Kritikern entgegen: „Ich glaube nach wie vor, dass das Factory Outlet Center ein riesige Chance für Duisburg sein kann.“ Es bringe neue Arbeitsplätze. Er erwartet bei geplanten 140 Ladeneinheiten 800 neue Stellen. Zudem rechnet er mit bis zu 2,5 Millionen Besuchern pro Jahr, etwa 80 Prozent davon von außerhalb.

Tum: „Duisburg kann damit seine Funktion als Oberzentrum zurück gewinnen. All das führt in der Gesamtbetrachtung zu einem nachhaltig positiven wirtschaftlichen Effekt für die Stadt Duisburg.“

Ein weiterer Pluspunkt sei, dass das denkmalgeschützte Stadtbad ein neue Nutzung findet. Auch für die Flächen der marode ­Rhein-Ruhr-Halle würde das FOC eine „standortgerechte und wirtschaftliche Lösung bieten“. Zugleich hat Tum die Zukunft des Duisburger Nordens im Blick: „ Die städtebauliche Aufwertung der Einfahrt zu Marxloh wäre der wichtigste städtebauliche Impuls für die Entwicklung des Duisburger Nordens - mit weiteren Synergieeffekten für eine wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des Zentrums Hamborn und Marxloh, von dem auch der dortige Handel profitieren kann.“

 
 

EURE FAVORITEN