Stadt sucht einen neuen Investor für Duisburgs größte Baugrube

Spötter nannten die Baustelle für das Marientor-Carree das neue „Dressler-Loch“. Jetzt sucht die Stadt Duisburg einen neuen Investor für das Baugrundstück.
Spötter nannten die Baustelle für das Marientor-Carree das neue „Dressler-Loch“. Jetzt sucht die Stadt Duisburg einen neuen Investor für das Baugrundstück.
Foto: www.blossey.eu
Die Pläne für das Marientor-Carree in der Duisburger Altstadt sind endgültig vom Tisch und die Zukunft von Duisburgs größtem Bauloch in der City wieder offen. Die Stadt sucht nun einen neuen Investor. Altstadt-Anwohner und Händler beklagen, dass Brache und Straßensperrung sie behindern.

Duisburg.. Das Marientor-Carree in der Innenstadt ist jetzt endgültig vom Tisch und der gescheiterte Kölner Projektentwickler hat sich verabschiedet: Im Mai hatte die Stadt das Aus für das Vorhaben angedeutet, jetzt ist der vertragliche Ausstieg mit dem Investor EP Marientor abgeschlossen, teilt die Stadt mit.

„Die vertraglichen Bindungen für das städtische Grundstück sind aufgelöst“, so Stadtsprecherin Anja Kopka. Die Stadt verfolgt weiterhin an der Stelle das angedachte Nutzungskonzept mit den Elementen betreutes Wohnen, Pflege, Dienstleistungen und Wohnnutzungen. Kopka: „Wir führen derzeit intensive Gespräche mit Entwicklern, die ein ähnliches Nutzungskonzept verfolgen.“ Details über den Vertragsausstieg teilt die Stadt nicht mit. Der Investor hatte den Grundstückspreis noch nicht überwiesen, allerdings rund 300 000 Euro für die archäologischen Grabungen gezahlt.

Anwohner und Händler ärgern sich über Brache und Straßensperren

Seit vier Jahren kamen für das 30 Millionen-Bauprojekt nur Verzögerungs- und Vertröstungsankündigungen. Seit langem deutete sich an, dass dem Projektentwickler für das Marientor-Carree als Ärztehaus die Investoren und Mieter fehlten. Dann wurde versucht, Studentenappartements dort zu realisieren. Erfolglos.

Auch der vermeintlich als sicher verkündete Einstieg der Bauunternehmung Ten Brinke erwies sich als Flop. Altstadt-Anwohner und Händler beklagen, dass Brache und Straßensperrung sie behindern. Daran wird sich laut Stadt nichts ändern. Sie hofft auf eine rasche Realisierung mit einem neuen Investor.

 
 

EURE FAVORITEN