Stadt Duisburg lehnt „Schimmi-Gasse“ im Stadtteil Ruhrort ab

Gregor Herberhold
Bezirksvertreterin Stefanie Kreitz kämpft weiter für die „Schimmi-Gasse“.
Bezirksvertreterin Stefanie Kreitz kämpft weiter für die „Schimmi-Gasse“.
Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Weil die Duisburger Stadtverwaltung unter anderem rechtliche Probleme sieht, wird es nichts mit der eigenen Straße für Tatort-Kommissar Horst Schimanski. Auch befürchten die Beamten eine Verwechslung mit Fußballer Horst Szymaniak. Die Initiatorin Stefanie Kreitz will aber trotzdem nicht aufgeben.

Duisburg. „Aus fachlicher Sicht“, so die Stadt Duisburg, darf das kleine, gepflasterte Ruhrorter Sträßchen neben dem „Hübi“ nicht den Namen „Schimmi-Gasse“ bekommen. „Ich bin ziemlich enttäuscht“, sagt CDU-Politikerin Stefanie Kreitz, die den Vorschlag unterbreitet hatte. Was aber nicht heißt, dass sie die Sache damit für erledigt erklärt.

Ganz im Gegenteil: „Ich gebe nicht auf“, sagt sie kampfeslustig. „Götz George drehte als Horst Schimanski dort mehrere Filme. Daher ist dieser Bereich für die gesamte Bevölkerung mit dem Namen Schimmi eng verbunden“, lautet ihre Begründung, warum die bislang namenlose Gasse einen Namen bekommen soll.

Name könnte zu Verwechslungen führen

Im Detail führt die Stadt folgende Ablehnungsgründe an: Es handele sich um eine alte Zuwegung von der Dammstraße zum Hafengebiet und sei keine öffentlich gewidmete Fläche. Da die Gasse durch angrenzende Bauwerke eindeutig einer Örtlichkeit zugeordnet werden könne, gebe es keine Gründe, sie zu benennen.

Außerdem haben die Beamten Bedenken, eine Straße nach einer Filmfigur zu benennen: Das widerspreche den Vorgaben zur Namensgebung. Der Name könne auch zu Verwechslungen führen: Der Fußballer Horst Szymaniak sei ja ebenfalls „Schimmi“ genannt worden. Und letztlich sei der Name vielleicht sogar urheberrechtlich geschützt. So viele Ablehnungsgründe: Da staunt mancher Ruhrorter.