Stadt Duisburg blitzt in neuer Tempo 20-Zone am Hauptbahnhof

Achtung, Autofahrer. Auf der Mercatorstraße in Richtung Friedrich-Wilhelm-Straße gilt nun Tempo 20. Das Ordnungsamt überwachte das Tempolimit am Donnerstagmittag, etliche Fahrer sahen den roten Blitz.
Achtung, Autofahrer. Auf der Mercatorstraße in Richtung Friedrich-Wilhelm-Straße gilt nun Tempo 20. Das Ordnungsamt überwachte das Tempolimit am Donnerstagmittag, etliche Fahrer sahen den roten Blitz.
Foto: Stephan Eickershoff / Funke Foto Services
Vor der Baustelle an der Mercatorstraße gilt jetzt Tempo 20. Etliche Autofahrer tappten direkt in die neue Radarfalle, die die Stadt aufgestellt hat.

Duisburg. Es glich einem regelrechten Blitzlichtgewitter, das man Donnerstagmittag auf der Mercatorstraße in der Duisburger Innenstadt beobachten konnte. Um 12.45 Uhr hatte das Ordnungsamt der Stadt am City-Pavillon einen Blitzer aufgestellt. Dort, vor der Baustelle, gilt in Richtung Friedrich-Wilhelm-Straße seit Ende November Tempo 20.

Herab gesetzt wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Baustelle, nachdem der Radweg mit gelben Markierungen auf die Fahrbahn geführt worden war. Nach dieser Änderung hatten Mitarbeiter des Ordnungsamtes mehrfach Situationen beobachtet, in denen Radfahrer wegen nicht angepasster Geschwindigkeit von Autofahrern gefährdet wurden. "Um die Radfahrer vor Unfällen zu schützen, hat das Ordnungsamt kurzfristig die Kontrollen angeordnet", so Stadtsprecher Peter Hilbrands.

117 Autofahrer wurden bei der ersten Blitzaktion erwischt

An diesem ersten Kontrolltag löste die Tempofalle bis 15 Uhr ingesamt 117-mal aus. Gezählt wurden Geschwindigkeitsübertretungen von 14 km/h und mehr, erklärt Hilbrands. Spitzenreiter war ein Autofahrer, der 55 km/h auf dem Tacho hatte. Hingewiesen wird auf das neue Tempolimit übrigens bereits in Höhe der Fußgängerampel am Harry-Epstein-Platz und dann unmittelbar hinter der Einmündung zur Königstraße und Am Buchenbaum.

Der Blitzer wird viele Duisburger Autofahrer an die Kontrollaktion auf der Steinschen Gasse erinnern. Dort hatte sich das Ordnungsamt während der Bauzeit des Stadtfensters immer wieder postiert, um die Einhaltung der Tempo-20-Zone zu überwachen. Sogar ein Polizist, der damals an dieser Stelle zu schnell erwischt worden war, witterte damals Abzocke.

Stadt Duisburg kündigt weitere Kontrollen an dieser Stelle an

An der Mercatorstraße wurde zum Schutz der Radler Tempo 20 angeordnet, da sich der Anhalteweg bei 35 km/h schon mehr als verdoppelt. Müssen Autofahrer wegen einer Gefahr abrupt bremsen, kommen sie statt nach acht Metern (bei 20 km/h) erst nach mehr als 16 Metern zum Stehen (bei 35 km/h), argumentiert die Stadtverwaltung.

Bis diese Verkehrsführung wieder aufgehoben wird, wird das Ordnungsamt immer wieder mal ihren Blitzer am City-Pavillon aufbauen.(mawo)