Duisburg

Sören Link lehnt dieses Verbot aus Hamburg entschieden ab! „Werden wir in Duisburg nicht machen“

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (44, SPD).
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (44, SPD).
Foto: IMAGO / Reichwein

Duisburg. Klartext von Sören Link (44, SPD), Oberbürgermeister von Duisburg!

In Hamburg sorgt ein Verbot gerade bei Familien für Angst und Schrecken – in Hamburg-Nord ist nämlich das Bauen von Einfamilienhäusern verboten. Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz (Grüne), seit einem Jahr in Amt und Würde, hat verfügt, dass das Einfamilienhaus nicht mehr in die heutige Zeit passe, weil zu viel Baumaterial und Fläche draufgehen würden: „Wir müssen höher bauen, um mehr Menschen unterzukriegen.“

Tja, DAS wird es in Duisburg unter Sören Link wohl nicht geben – denn DIESES Verbot lehnt er entschieden ab!

Sören Link lehnt Verbot aus Hamburg entschieden ab! „Werden wir in Duisburg nicht machen“

Der SPD-Politiker aus dem Ruhrpott hat auf Facebook klare Kante gezeigt und zum Einfamilienhaus-Verbot aus Hamburg Stellung bezogen: „Klare Botschaft: Das werden wir in Duisburg nicht machen.“

Und weiter: „Wir wollen guten, bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen – und das gilt für den Bestand, den wir energetisch sanieren und modernisieren über den Neubau von sozial gefördertem und günstigem, freifinanzierten Wohnraum ebenso wie für neue Häuser und Wohnungen für den größeren Geldbeutel. Dieser Weg ist erfolgreicher und besser für unsere Stadt als Belehrung und Bevormundung.“

Und tatsächlich scheint der überwiegende Teil der Kommentare seine Position zu unterstützen. Hier eine Auswahl einiger User-Aussagen:

  • „Jeder bekommt das, was er gewählt hat. Wer Grün wählt, ist selbst schuld. Sollte sich dieses Jahr bei den Wahlen Schwarz Grün durchsetzen, weiß man daher auch vorher schon, was man bekommt. Für die SPD wird es ja auch immer komplizierter, sich als große Volkspartei zu behaupten.“
  • „Ich finde Ihre Konsequenz, Herr Link, und Ihre Einstellung sehr sozial und bemerkenswert. Auch wenn man nicht immer alle Pläne durchsetzen kann, sei es aus verschiedenen Gründen, ist der Weg aber zumindest das Ziel.“
  • „Der Vorstoß der Grünen in Hamburg ist Unsinn und reine Klientelpolitik. Wahrscheinlich wurde bei Umfragen in Hamburg festgestellt, dass Einfamilienhausbewohner seltener die Grünen wählen. Einfamilienhäuser gehören zum Stadtbild – und eine Stadt, in der nur noch verdichtet wohnraumoptimiert gebaut wird, wäre sicher keine schöne Stadt. Einfamilienhäuser in Duisburg beginnen bei kleinen Siedlungshäusern zum Preis einer etwa gleich großen Gartenwohnung und sind nicht ausschließlich etwas für die oberen 10.000.“

Doch es gibt auch Kritik, speziell an Links Baupolitik in Duisburg selbst, wenngleich es nicht direkt mit dem Hamburg-Verbot zu Einfamilienhäusern zu tun hat:

  • „Dann bitte bauen Sie auch mal Wohnungen oder Häuser für große Familien mit mehreren Zimmern für Kinder. Und nicht nur 5,5- oder 6,5-Zimmer. Es ist echt schwer, für große Familien passend zum Mietspiegel was zu finden.“
  • „Schön, dass Sie sich gegen Belehrung und Bevormundung abgrenzen. Wurden nicht erst vor wenigen Tagen in Duisburg Steinvorgärten verboten? Ein wenig inkonsequent, wenn Sie mich fragen – obwohl ich kein Fan von Steingärten bin.“
  • „Hallo Herr Link, wir brauchen auch bezahlbare Baugrundstücke in Aldenrade/Wehofen.“

Links Amtszeit als Oberbürgermeister endet übrigens erst 2025.

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Das ist die Stadt Duisburg:

  • frühste schriftliche Erwähnung im Jahr 883
  • fünftgrößte Stadt in NRW, besteht aus sieben Stadtbezirken
  • hat rund 498.686 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Duisburger Hafen gilt als größter Binnenhafen der Welt
  • fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Roheisens stammen aus den acht Duisburger Hochöfen
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Landschaftspark Duisburg-Nord, Tiger & Turtle – Magic Mountain, Sechs-Seen-Platte

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Bis dahin kann man also davon ausgehen, dass Einfamilienhäuser in Duisburg gebaut werden können – sofern sich Link treu bleiben sollte. (mg)

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Am Wochenende hat es einen üblen Vorfall in Duisburg gegeben. In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben Unbekannte an der Wohnungstür eines Mannes geklingelt. Der ahnte offenbar nichts Böses und öffnete die Tür. Warum er es bereuen sollte, kannst du hier nachlesen!