Signal für Integration

Alexandra Ossadnik

Jugendliche Sinti und Roma organisierten am Sonntag in Meiderich ein Kulturfest, bei dem landes- und bundesweite Jugendorganisationen die Gelegenheit bekamen, sich und ihre Arbeit mit jugendlichen Roma und Nicht-Roma vorzustellen.

Organisiert wurde das Kulturfest von der Interkulturellen Jugendorganisation Amaro-Drom e.V. und der Interkulturellen Jugendselbstorganisation von Roma und Nichtroma in Nordrhein-Westfalen Terno Drom zum Abschluss des Bundesjugendtreffens.

„Roma gibt es mittlerweile überall in Deutschland“, sagt Emran Elmazi, Bundesvorsitzender von Amaro Drom. „Vor allen Dingen die Jugendlichen sind es, die sich als Deutsche fühlen, aber nicht als solche wahrgenommen werden. Wir wollen Freundschaften entstehen lassen und Kontakte herstellen, den Jugendlichen Mittel und Wege aufzeigen Vorurteile abzubauen.“

Zu der Veranstaltung auf dem Gelände der Jugendherberge amLandschaftspark kamen auch Staatssekretärin Zülfiye Kaykin vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und Bürgermeister Erkan Kocalar, die jeweils eine kurze Begrüßungsrede hielten.

Beim Kulturfest bekamen Jugendliche in Gruppen die Möglichkeit, ihre Arbeit aus Workshops wie Power Empowering und Antiziganismus vorzustellen. Sie präsentierten ihren Theaterworkshop, den Graffiti-Kurs und beim gemeinsamen Singen undTanzen in den Pausen animierten sie die anwesenden Gäste zum Mitmachen.

„Wir wollen für die Jugendlichen Raum schaffen“, sagt Emran Elmazi. „Sie sollen mit anderen Jugendlichen in Kontakt treten können, Teil der Gesellschaft werden und vor allen Dingen wollen wir Vorbilder in der eigenen Community schaffen. Denn gerade Kinder und Jugendliche sind von Vorurteilen, negativer Berichterstattung und Ausgrenzung am härtesten betroffen.“

Es kamen 150 Teilnehmer aus ganz Deutschland nach Meiderich zum Kulturfest.