Shopping Mall Averdunk-Centrum in Duisburg wird versteigert

Stefan Rebein
Das Einkaufszentrum Averdunk-Centrum an der Königstraße in Duisburg hat zurzeit viele Leerstände . Demnächst soll es versteigert werden.
Das Einkaufszentrum Averdunk-Centrum an der Königstraße in Duisburg hat zurzeit viele Leerstände . Demnächst soll es versteigert werden.
Foto: WAZ FotoPool
Der Shopping Mall Averdunk-Centrum in Duisburgs Stadtmitte steht ein Umbruch bevor. Weite Teile der Verkaufsfläche werden demnächst versteigert. Ladenpächter hoffen auf frischen Wind fürs Einkaufszentrum.

Duisburg. Das Averdunk-Einkaufszentrum an der Königstraße hat sicherlich schon bessere Zeiten gesehen. Fast 30 Jahre nach seiner Eröffnung stehen etliche Ladenlokale leer. Doch schon bald könnte Bewegung in die darbende Einkaufswelt einkehren. Weite Teile der Ladenflächen werden versteigert. Das Center-Management weiß von einem Investor, der die auf bis zu 8 Millionen Euro geschätzten Flächen erwerben könnte.

45 Läden und 450 Stellplätze – damit wirbt das Einkaufszentrum zur Königstraße hin großflächig. Doch geht man als Kunde durch die Passage des Averdunk-Centrums, dann stellt sich trotz des gepflegten Eindrucks sobald ein Gefühl von gähnender Leere ein. Wir haben nachgezählt: Genau elf Ladenlokale stehen leer, dienen nur noch als Schaufenster oder die Geschäftsinhaber kündigen den Räumungsverkauf an.

Schlechte Online-Bewertungen fürs Averdunk-Centrum

Sucht man im Internet nach dem ersten großen innerstädtischen Einkaufszentrum, dann wird der Eindruck etwa beim Bewertungsportal „Qype“ noch düsterer. Die dort zu lesenden Bewertungen bewegen sich am unteren Ende der Skala. Ein Nutzer hält es mittlerweile für überflüssig, ein anderer empfiehlt, das Averdunk-Centrum abzureißen. Doch in naher Zukunft könnte sich das Gesicht des Einkaufszentrums erneut wandeln.

„Eine Neugestaltung ist möglich“, sagt Wolfgang Freischlag (56), Verwalter des Averdunk-Centrums. Denn am 3. Juni komme es vor dem Duisburger Amtsgericht zur Aufhebungsversteigerung von drei Vierteln der Ladenflächen. Weil von den etwa 80 Eigentümern einer auf die Auflösung der Verträge pocht, kommt die Fläche nun unter den Hammer. „Alles in eine Hand zu geben, wäre sicherlich optimal“, sagt Freischlag.

Pächter hoffen auf einen Investor

Als Käufer käme ein Investor aus den Niederlanden in Frage. Dieser besitze schon einige Anteile am Einkaufszentrum. Freischlag hofft darauf, dass er sein Engagement in Duisburg ausweitet und für frischen Wind sorgt. Der 56-Jährige sieht die Notwendigkeit, dass sich etwas verändert. „Alle warten auf einen Umbau und auf einen Magneten“, erklärt Freischlag. Früher sorgte ein Lebensmittelmarkt für Belebung. Ein entsprechendes Angebot ist nach Auffassung des Center-Verwalters wieder möglich.

Wie eine kurze, jedoch nicht repräsentative, Umfrage unter Pächtern und Kunden des Averdunk-Centrums ergab, wünschen sich die meisten ebenso die Rückkehr eines Lebensmittelhändlers. Ob’s klappt, wird der Gerichtstermin zeigen. Bis dahin wird es nur eine kleine Veränderung geben.

Das Schuhgeschäft Schuhtique verlässt das kleine Ladenlokal in der Passage und zieht zum Averdunkplatz. Dort hatte bis vor kurzem noch ein Skakteboard-Geschäft Rollbretter und Zubehör angeboten. Man wolle besser wahrgenommen werden, heißt es seitens Schuhtiques. In der Passage standen die Chancen dafür zuletzt nicht so gut.