Shaolin-Mönche verblüffen 1200 Zuschauer im Theater am Marientor in Duisburg

1200 Besucher verfielen regelrecht in eine Shaolin-Manie. Foto: Stephan Eickershoff
1200 Besucher verfielen regelrecht in eine Shaolin-Manie. Foto: Stephan Eickershoff
Foto: WAZ FotoPool
Im Theater am Marientor in Duisburg zeigten die Shaolin-Mönche, dass man mit innerer Ruhe, Körperspannung und -beherrschung so einige Kunststücke vollbringen kann. Am Ende gaben sie den begeisterten Zuschauern Autogramme.

Duisburg. Vor Jahrhunderten versetzten die Shaolin-Mönche ihre Feinde in Angst und Schrecken. Die „Kampfmönche“, die nun im Theater am Marientor über die Bühne wirbelten, versetzten dagegen das Publikum in Staunen und Verblüffung.

Kunst und Geschichte

In einer zweistündigen Kung-Fu-Show demonstrierten sie ihre Künste und ihre legendäre Unverwundbarkeit, eingebettet in Geschichten über das Leben und die Traditionen der Mönche. Die 1200 Zuschauer verfielen regelrecht in Shaolin-Manie.

Haben Sie schon einmal versucht, sich einen Kochtopf auf den Bauch zu kleben, so dass selbst vier Erwachsene ihn mit vereinten Kräften nicht abziehen können? Diese Mönche können das. Und zwar ohne Sekundenkleber, nur mit ausgefeilter Atemtechnik und totaler Konzentration.

Absolute Körperbeherrschung und stoische Gelassenheit

In klösterlicher Kleidung absolvieren die Chinesen akrobatische Höchstleistungen, die selbst Bodenturnern Tränen der Verzweiflung übers Gesicht laufen lassen. Mit Rückwärts-Salti aus dem Stand zeigen sie ihre Techniken, die dem Verhalten von Tieren nachempfunden sind. Die abstrusen Verrenkungen bergen mitunter komische Elemente, zum Beispiel als einer der Darsteller nur auf seinem Hinterteil über die Bühne hüpft – ohne sich mit den Beinen abzudrücken. Fast ebenso beeindruckend wie die Körperspannung ist die stoische Ruhe, mit der die Mönche ihren Brüdern zusehen, ohne sich vom Fleck zu rühren.

Unnachahmlich auch die Version des „Shaolin-Doppel-Burgers“: Einer der Kuttenträger legt sich auf ein Messerbett, die Schärfe der Klingen demonstriert er zuvor feinsinnig, indem er eine Salatgurke mit ihnen zerteilt. Auf seinen Bauch kommt ein doppelseitiges Nagelbrett. Darauf legt sich der zweite Mönch. Auf dessen Bauch liegt eine Betonplatte . Mit einem handelsüblichen Vorschlaghammer schlägt ein dritter Shaolin auf die Platte ein. Die beiden Mönche erheben sich unversehrt -- die Betonplatte erleidet hingegen Totalschaden.

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Ausgefeilte Vermarktung

Für Abwechslung sorgen die Schilderungen eines Erzählers über das Leben der Geistlichen. Wie liefen ihre Aufnahmezeremonien ab, wie ihre morgendliche Meditation? Dann wieder lassen es die Mönche krachen: Mit der Kraft des „Qi“ zerbrechen sie Eisenstäbe an ihrem Kopf oder durchstechen mit einer Nadel einen Luftballon, der sich hinter einer Glasscheibe befindet. Das Publikum honoriert die Darbietungen mit donnerndem Applaus.

Im Foyer stehen die Zuschauer nach der Aufführung Schlange, um ein Autogramm von einem der „Unverwundbaren“ zu ergattern. Der Verkauf von Merchandising rundet die ausgefeilte Vermarktung der Shaolin ab.

 
 

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