Seit heute stimmt Duisburger über OB Adolf Sauerland ab

Seit Donnerstag, 12. Januar, stimmen die Duisburger über ihn ab: Adolf Sauerland, Oberbürgermeister (CDU), hat für viele Duisburger die Genehmigung der Loveparade zu verantworten und danach keine Verantwortung für die Katastrophe übernommen. Der finale Tag der Abstimmung, der Bürgerentscheid, ist am Sonntag, 12. Februar. Archivbild: dapd
Seit Donnerstag, 12. Januar, stimmen die Duisburger über ihn ab: Adolf Sauerland, Oberbürgermeister (CDU), hat für viele Duisburger die Genehmigung der Loveparade zu verantworten und danach keine Verantwortung für die Katastrophe übernommen. Der finale Tag der Abstimmung, der Bürgerentscheid, ist am Sonntag, 12. Februar. Archivbild: dapd
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Die Abstimmung darüber, ob Adolf Sauerland Oberbürgermeister von Duisburg bleiben soll, hat Donnerstagmorgen begonnen: Ab sofort können die Duisburger in den Bezirksämtern Briefwahl beantragen – und direkt vor Ort ihr Kreuzchen machen. Mit 91.478 „Ja-“Stimmen wäre Sauerland (aktuell) abgewählt.

Duisburg. Wird Adolf Sauerland (CDU) der erste Oberbürgermeister in Nordrhein-Westfalen sein, den die Bürger aus dem Amt jagen? Die Frage wird am 12. Februar beantwortet, am Tag des Bürgerentscheids über die politische Zukunft des seit der Loveparade umstrittenen Stadtoberhauptes. Die von der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ mit einer Unterschriftensammlung erzwungene Abstimmung aber beginnt schon am 12, Januar, genau einen Monat vor dem Entscheid:

Seit Donnerstag, 8 Uhr, können Duisburger in den Bezirksämtern und im zentralen Wahlamt die Briefwahl beantragen – und direkt im Anschluss auch ihr Kreuzchen bei „Ja“ (sie stimmen der Abwahl zu) oder „Nein“ (sie lehnen die Abwahl ab) machen.

Exakt 365.910 Abstimmungsberechtigte im aktuellen Verzeichnis

Nach dem vorigen Montag erstellten Abstimmungsverzeichnis dürfen exakt 365.910 ihre Stimme abgeben. 25 Prozent der Wahlberechtigten müssen der Abwahl zustimmen, damit der OB tatsächlich abgewählt wird. So steht’s im Gesetz. Nach dem Verzeichnis vom 9. Januar müssten also mindestens 91.478 Abstimmungsberechtigte „Ja“ ankreuzen, damit Duisburg einen neuen Oberbürgermeister bekommt (die Zahl der Wahlberechtigten ändert sich bis zum 12. Februar durch Todesfälle, Zu- und Wegzüge aber sehr wahrscheinlich noch).

Briefabstimmungsunterlagen können nicht nur vor Ort in den Ämtern (siehe Liste unten), sondern auch schriftlich oder elektronisch (im Internet unter briefwahl.duisburg.de) beantragt werden.

Anträge auf Abstimmungsunterlagen nimmt die Stadt Duisburg bis zum 10. Februar, 18 Uhr (online bis 13 Uhr), entgegen. Wer plötzlich erkrankt und dies nachweisen kann, hat sogar bis 12. Februar, 15 Uhr, Zeit. Stellvertretend für andere Wahlberechtigte können Bürger die Unterlagen nur beantragen, wenn sie eine schriftliche Vollmacht vorlegen. Eine Person darf übrigens für maximal vier Personen Briefwahlunterlagen anfordern.

Abstimmung wochentags in acht Ämtern ab 8 Uhr möglich

Hier also können wahlberechtigte Duisburger seit heute entscheiden, ob OB Adolf Sauerland im Amt bleiben soll – oder nicht:

im Bezirksamt Hamborn, Duisburger Straße 213; im Bezirksamt Homberg/Ruhrort/Baerl, Bismarckplatz 1; im Bezirksamt Meiderich/Beeck: Mittelmeiderich, Von-der-Mark-Straße 36; im Bezirksamt Mitte, Stadtmitte, Sonnenwall 73-75; im Bezirksamt Süd, Buchholz, Sittardsberger Allee 14; im Bezirksamt Rheinhausen, Körner-Platz 1; im Bezirksamt Walsum, Friedrich-Ebert-Straße 152; im Wahlamt an der Bismarckstraße 150-158 in Neudorf.

Die Bezirksämter sind allesamt montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet, an folgenden Tagen sind die einzelnen Ämter bis 18 Uhr erreichbar: Homberg montags, Walsum/Süd dienstags, Meiderich mittwochs, Hamborn/Mitte/Rheinhausen donnerstags. Im Wahlamt in Neudorf (Tel. 0203/283 52 74) ist die Stimmabgabe wochentags von 8 bis 16 Uhr möglich.

 
 

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