Sechs Verletzte nach Unfall bei Hüttenwerken in Duisburg

Bei HKM im Duisburger Süden hat es einen Störfall gegeben.
Bei HKM im Duisburger Süden hat es einen Störfall gegeben.
Foto: Hans Blossey
An einem Hochofen bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) trat Gichtgas aus. Die Ursache ist noch völlig unklar. Ein Mann wurde schwer verletzt.

Duisburg.. Bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) im Duisburger Süden wurden am Donnerstag sieben Personen bei einem Unfall verletzt. Wie die Bezirksregierung in Düsseldorf bestätigte, war an einem Hochofen aus bislang noch nicht geklärter Ursache Gichtgas ausgetreten.

Sechs Männer wurden mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung in umliegende Krankenhäuser gebracht, ein offenbar schwerer verletzter Mann unter ihnen wurde mit einem Hubschrauber in die Druckkammer im Klinikum Aachen transportiert. „Wir wissen definitiv nicht, was dort passiert ist“, erklärte eine Unternehmenssprecherin am frühen Abend. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Unfallursache dauern noch an. Weitere Details teilte die Polizei nicht mit.

Unfall während Wartungsarbeiten am Hochofen

Die Arbeiter waren eingesetzt bei Wartungsarbeiten an einem der beiden Hochöfen, der nächste Woche routinemäßig stillgesetzt werden soll. Sie seien mit dem Arbeitsplatz vertraut gewesen hieß es am Donnerstag. Auch hätten sie die vorgeschriebene Schutzkleidung und Atemmasken getragen. Dennoch sei es zu einem Kontakt mit Kohlenmonoxid gekommen. Kohlenmonoxid (CO) ist giftig, am Hochofen aber nicht ungewöhnlich. Dort eingesetzte Mitarbeiter müssen Warngeräte mit sich führen, falls die CO-Werte zu hoch werden.

Zwei der verletzten Arbeiter konnten am Nachmittag das Krankenhaus wieder verlassen

HKM machte nur rudimentäre Sofortmeldung

Auch die Bezirksregierung verfügte über wenig Informationen: Zwar habe HKM um 11.43 Uhr eine rudimentäre Sofortmeldung abgegeben, die von der Bezirksregierung angeforderte und von der Störfallverordnung vorgeschriebene ausführliche schriftliche Meldung habe aber am späten Nachmittag noch nicht vorgelegen, so Sprecher Bernd Hamacher.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir von sieben Verletzten berichtet. Wir haben die Zahl nachträglich korrigiert.

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