Sechs Millionen fürs Stadtfenster

So soll das Stadtfenster aussehen an der Steinschen Gasse ausssehen.
So soll das Stadtfenster aussehen an der Steinschen Gasse ausssehen.
Foto: NRZ

Duisburg.  In einem Punkt waren sich die Mitglieder der Kulturausschusses einig: Zentralbibliothek und Volkshochschule im Stadtfenster, das an der Steinschen Gasse errichtet und im kommenden Jahr eröffnet werden soll, auf technisch zeitgemäßem Stand ausgestattet werden und auch neue Möbel erhalten. Das kostet insgesamt rund 6 Millionen Euro, die bereits im Haushalt eingestellt sind, wie Kulturdezernent Karl Janssen erläuterte. Da staunten die Kulturpolitiker, die sonst um jeden Euro kämpfen müssen, und stimmten dem Antrag zu.

Der Rat hatte bereits beschlossen, dass die Stadt die Ausstattung fürs Stadtfenster trägt. Das war nötig, nachdem die ursprünglichen Pläne des Investors Multi Development (MD) 2010 eingedampft worden waren: Aus Kostengründen wurden eine Etage und die besondere Bibliotheks-Ausstattung des Gebäudes durch den Investor gestrichen.

Zur zeitgemäßen Ausstattung und ansprechenden Präsentation der 300 000 Medien gehören auch internetfähige PC-Arbeitsplätze, ein Leitsystem oder „Selbstverbuchungsgeräte“ – Automaten, die die bisherige Arbeit von Ausgabe und Annahme der Bücher durch Mitarbeiter ersetzen.

Gut eine Million Euro wird es kosten, die technische Infrastruktur für eine Bibliothek zu errichten, hat die Verwaltung errechnet. Dazu gehören unter anderem Kabel, W-Lan-Technik oder eine spezielle Beleuchtung. „Die Kosten für diese unabdingbar notwendigen Installationen von geschätzten 1,038 Millionen Euro“ trägt aufgrund der zwischen dem IMD (Immobilien-Management Duisburg) und MD geschlossenen Verträge nicht der Investor, sondern der Mieter“, heißt es in der Vorlage.

Bühne für Lesungen

4,9 Millionen Euro werden unter anderem ausgegeben für Hard- und Software, für ein ansprechend gestaltetes Foyer, für Veranstaltungsbereich und Literatur-Bistro im Foyer des ersten Obergeschosses; hier finden künftig auch die Autorenlesungen statt für die Bühne und Technik erforderlich sind. Kinderbibliothek und Jugendbibliothek müssen ausgestattet werden, Tische, Sitzmöbel und Regale werden im 2. und 3. Obergeschoss aufgestellt, wo auf 2800 Quadratmetern der Medienbestand für Erwachsene und die Historische Buchsammlung untergebracht werden. Schließlich entsteht ein Schulmedienzentrum. Auch die Büroausstattung wird neu angeschafft – die alten Möbel aus der Zentralbibliothek sind nicht nur alt, sie hätten auch den Raum in den kleineren Büros im Stadtfenster gesprengt.

 
 

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