Schulsystem ist im Umbruch

Gustav Heinemann Realschule Duisburg Foto: Hayrettin ÖZCAN
Gustav Heinemann Realschule Duisburg Foto: Hayrettin ÖZCAN
Foto: WAZ

Duisburg.. Zwei Schulthemen behandelte die Bezirksvertretung Mitte: Die Konsequenzen aus der Umsetzung des landesweiten Schulkonsenses in Duisburg und die der rückläufigen Schülerzahlen an Grundschulen.

Wie berichtet, erreichte die Gemeinschaftsgrundschule Wrangelstraße bislang nur 21 Anmeldungen. Die Schulverwaltung geht davon aus, dass die Schule künftig nur ein schwach einzügiges System bleiben wird. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben kann die Grundschule künftig nur als Teilstandort weitergeführt werden, weil eine Gesamtschülerzahl von 92 Kindern nicht erreicht wird. Diese Grenze hat der Landesgesetzgeber ab dem Schuljahr 2013/2014 festgelegt.

Von innerstädtischen Planungen für das Mercator-Quartier ist bekanntlich die Grundschule Obermauerstraße betroffen. Seitens der Verwaltung wird „zur Zeit abschließend geprüft, ob bzw. unter welchen Bedingungen eine Verlagerung der Schule an den Standort Nahestraße möglich ist“. Dieser Satz sorgte bei den Bezirkspolitikern für Unverständnis, weil der marode Zustand des ehemaligen Berufskollegs seinerzeit als eines der Argumente für den notwendigen Neubau des Berufskollegs in Neudorf angeführt wurde. Allerdings hatte das Immobilienmanagement ebenfalls erklärt, dass der Teil, in dem jetzt bereits Klassen des Landfermann-Gymnasiums untergebracht sind, nicht marode sei.

Emil-Rentmeister-Schule wird nach und nach aufgelöst

Das zweite Schulthema betraf die Einführung der Sekundarschule. Danach wird die Emil-Rentmeister-Schule an der Gitschiner Straße in Hochfeld mangels ausreichender Anmeldezahlen nach und nach aufgelöst und nur bis Ende des Schuljahres 2015/2016 als Ganztagshauptschule geführt. Die BV Mitte votierte einstimmig.

Ferner sollen im Bezirk Mitte zwei Sekundarschulen gegründet werden, außerdem wurde der Bedarf für eine Oberstufe an der Globus-Gesamtschule errechnet. Der Schulausschuss wird in seiner nächsten Sitzung deshalb über folgende Vorschläge der Verwaltung beraten:

  • Gründung einer vierzügigen Sekundarschule Mitte I im Gebäude der Gustav-Heinemann-Realschule;
  • Gründung einer fünfzügigen Sekundarschule Mitte II mit den Teilstandorten Karl-Lehr-Realschule und Hitzestraße;
  • Erweiterung der Gesamtschule Globus um einen Zug, Einrichtung einer Dependance in dem Gebäude der Emil-Rentmeister-Schule und Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe.

Zum letzteren Punkt machte Atila Ülger (SPD) deutlich, dass man nur zustimmen werde, wenn dadurch das Mercator-Gymnasium in seinem Bestand nicht bedroht werde. Schließlich wurde mehrheitlich dafür gestimmt, auch wenn Fredy Wagemeyer (CDU) noch einmal deutlich machte, dass es „eigentlich eine Schande ist, zwei funktionierende Realschulen zu opfern“.

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