Duisburg

Schüsse und Bengalos: Hochzeitsgäste eskalieren bei Corso – als die Polizei anrückt, stellen sie sich dumm

In Duisburg ist eine Hochzeitsfeier am Freitag eskaliert. Ein Hochzeitsgast gab mit einer Schreckschusspistole Schüsse ab. (Symbolfoto)
In Duisburg ist eine Hochzeitsfeier am Freitag eskaliert. Ein Hochzeitsgast gab mit einer Schreckschusspistole Schüsse ab. (Symbolfoto)
Foto: Carsten Rehder / dpa

Duisburg. In Duisburg hat die Polizei am Freitag bei einer Hochzeitsfeier durchgreifen müssen. Gegen 16 Uhr haben Gäste der türkischen Hochzeitsgesellschaft massiv über die Stränge geschlagen. Sie fuhren Autokorsos und zündeten Bengalos.

Anwohner verständigten die Polizei, als sie plötzlich Schüsse auf der Kulturstraße hörten.

Duisburg: Hochzeitsgesellschaft wird auf A59 angehalten – Gäste geben sich ahnungslos

Den daraufhin angerückten Polizisten ist es am Freitag gelungen, den Autokorso der Hochzeitsgesellschaft auf der Wacholderstraße unterhalb der A59 anzuhalten und die Personen zur Rede zu stellen.

Die Polizisten erklärten den Hochzeitsgästen den Anhaltegrund, doch die gaben sich zunächst völlig ahnungslos. Erst als die Polizisten ankündigten, jeden Gast und jedes Auto zu untersuchen, zeigten sich die Gäste kooperativ.

31-Jähriger lagert Bengalo-Fackeln im Auto

Ein 31-jähriger Hochzeitsgast führte die Polizisten zu einem schwarzen Golf, in dem er die gesuchten Bengalo-Fackeln gelagert hatte. Er gab gegenüber der Polizei zu, mehrere Bengalos auf der Kulturstraße gezündet zu haben.

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Polizei entdeckt 28-Jährigen mit Schreckschusspistole, aber ohne Waffenschein

Die Polizei entdeckte kurz danach im Hosenbund eines 28-Jährigen eine Schreckschusspistole und die dazugehörigen Patronen. Einen kleinen Waffenschein konnte der Schütze jedoch nicht vorweisen.

Die Polizisten stellten die Gegenstände sicher und leiteten gegen die Verdächtigen mehrere Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Dabei geht es der Polizei um Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz sowie ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Appell der Polizei: „Autobahnen und Innenstädte sind keine privaten Festsäle“

Die Polizei appelliert in der weiter andauernden Hochzeitssaison nochmals an Gäste solcher Feiern: „Autobahnen und Innenstädte sind keine privaten Festsäle. Jeder muss sich an die geltenden Regeln und Gesetze halten. Die Polizei geht konsequent gegen die Exzesse vor: So auch im aktuellen Fall des vermeintlich kulturell geprägten Gebrauchs von Schusswaffen und Begalfackeln bei der Hochzeitsfeier in Duisburg-Wanheimerort.“

++Hochzeitskorso auf A45: Polizisten ziehen jungen Golf-Fahrer raus – seine Aussage ist dreist++

Polizei verweist auf bereits 127 Einsätze bei eskalierten Hochzeitsfeiern

In einer gesonderten Mitteilung weist die Polizei außerdem auf ihre konsequente Vorgehensweise gegen eskalierende Hochzeitsgesellschaften in den letzten Monaten hin.

Im Mai war es beispielsweise auf der Autobahn A3 bei Ratingen durch extreme Hochzeitskorsos zu einer Blockade auf der vielbefahrenen Autobahn gekommen. Auch ein Spezialeinsatzkommando musste eingereifen. >>Hier mehr dazu lesen.<<

Seit 1. April musste die Polizei insgesamt 127 Mal bei derartigen Vorfällen im Zusammenhang mit Hochzeitsfeiern einschreiten. (mj)

 
 

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