Schüler bauen für Du.Mint-Wettbewerb aufs Sitzenbleiben

Sind auf die Wettbewerbs-Ideen gespannt (hinten, v.l.): Lehrerin Judith Heimbach, GFW-Sprecherin Annegret Angerhausen-Reuter, zdi-Koordinatorin Caroline Rieger, Du.Mint-Maskottchen „Dummy“ und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer. Marvin, Finja, Nathalie und Danny (vorne, v.l.) haben schon viele Ideen.
Sind auf die Wettbewerbs-Ideen gespannt (hinten, v.l.): Lehrerin Judith Heimbach, GFW-Sprecherin Annegret Angerhausen-Reuter, zdi-Koordinatorin Caroline Rieger, Du.Mint-Maskottchen „Dummy“ und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer. Marvin, Finja, Nathalie und Danny (vorne, v.l.) haben schon viele Ideen.
Foto: WAZ FotoPool
Unter dem Leitsatz „Sitzen bleiben neu gestalten“ hat das zdi-Zentrum Du.Mint Duisburg Niederrhein einen Wettbewerb organisiert. Gefragt ist dieses Mal die Kreativität der Fünft- bis Neuntklässler. Alleine oder in Gruppenarbeit können sie einen Stuhl gestalten.

Sitzen bleiben? Kommt für Marvin Schostek eigentlich nicht in Frage. Dieses Jahr macht er eine Ausnahme. Für den „DU Mint“-Wettbewerb kann der Zwölfjährige sich immerhin den Stuhl aussuchen, auf dem er sitzt. Oder besser gesagt: ausdenken. Denn für die Ausschreibung dürfen die Schüler jetzt „sitzen bleiben neu gestalten“.

Mit selbst entworfenen, besonders schönen, bequemen oder ausgefallenen Stühlen können Fünf- bis Neuntklässler in Duisburg und am Niederrhein an dem Projekt teilnehmen. Zum dritten Mal ruft das zdi-Zentrum „DU Mint“ den Wettbewerb aus, „vor allem, um früh das Interesse an naturwissenschaftlichen und handwerklichen Berufen zu wecken“, sagt Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW). Die GFW war es auch, die das zdi gemeinsam mit der Uni Duisburg-Essen im Dezember 2009 gegründet hat. „Immer mehr Unternehmen beklagen den Fachkräfte-Mangel aus Naturwissenschaften und Handwerk“, sagt Meurer. Der Wettbewerb ermögliche es Schülern, sich auf kreative Weise mit den Bereichen zu beschäftigen.

Richtete sich der Wettbewerb des vorigen Jahres mit dem Thema Nanotechnologie noch an die Oberstufen, sind jetzt jüngere Schüler gefragt. Mit dabei ist die Realschule Hamborn II. Technik-Lehrerin Judith Heimbach ist von der fächerübergreifenden Herangehensweise des Wettbewerbs überzeugt: „Unsere Schule legt besonderen Wert auf die Mint-Fächer, also Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dennoch befürworte ich, dass bei der Ausschreibung auch andere Bereiche wie Kunst oder Deutsch angesprochen werden.“

Die Aufgabe: Einen Stuhl bauen, zeichnen oder beschreiben

Denn die Schüler haben nicht nur die Möglichkeit, einen Stuhl zu bauen. Zeichnungen und Beschreibungen des Möbelstücks berücksichtigt die Jury bei der Entscheidung im gleichen Maße. „Ob sie allein oder in Gruppen arbeiten, ist den Schülern selbst überlassen“, sagt zdi-Koordinatorin Caroline Rieger.

Marvin Schostek hat sich für Teamarbeit entschieden. Zusammen mit Mitschüler und Projektpartner Danny Tannemann arbeitet der Siebtklässler von der Realschule Hamborn II schon an einem Entwurf. „Der ist natürlich noch geheim“, sagt Marvin. Nur soviel: Die beiden Jungs wollen einen Stuhl selber bauen. Einen, auf dem man gerne sitzen bleibt.

Noch bis zum 31. Oktober können Schüler ihre Ideen beim zdi-Zentrum „Du.Mint“ der Uni Duisburg-Essen einreichen. Die Preisgelder – 100 bis 300 Euro – werden am 11. Dezember in der Stadtbücherei Duisburg verliehen. Nähere Infos: www.du-mint.de

 
 

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