Schubboot auf dem Rhein in Duisburg von eigenem Anker leck geschlagen

Willi Mohrs
Die Feuerwehr war mit drei Löschbooten am Einsatzort und pumpte eindringendes Wasser aus dem Schiff.
Die Feuerwehr war mit drei Löschbooten am Einsatzort und pumpte eindringendes Wasser aus dem Schiff.
Foto: WAZ FotoPool
Havarie auf dem Rhein bei Duisburg-Walsum. Ein Schubschiff hat sich beim Einholen des Ankers den Rumpf aufgerissen. Feuerlöschboote mussten mit Pumpen ein Sinken des Schiffs verhindern. Taucher konnten den Schaden wegen zu starker Strömung nicht beheben.

Duisburg. Mit dem eigenen Anker hat sich am Sonntagmorgen auf dem Rhein ein Schubboot ein Leck in den Bug geschlagen. Drei Löschboote der Feuerwehr, je eines aus Wesel und Duisburg und später noch eine Verstärkung aus Düsseldorf, nahmen nach der Schadensmeldung kurz nach 9 Uhr Kurs auf Stromkilometer 791, linksrheinisch gegenüber dem Südhafen Walsum, wo die „Veerhaven II“ zu sinken drohte.

Durch ein Leck von 50 Zentimetern drang Wasser in das Schiff, das mit vier leeren Schubleichtern unterwegs war. Offenbar hatten sich die Ketten mehrerer Anker verdreht, so dass eines der massiven Metallteile den stählernen Rumpf beim Einholen durchschlug. Mit den Pumpen der Löschboote mussten 17 000 Liter pro Minute abgepumpt werden, um das Schubboot zu stabilisieren.

Bei der Leckage trat Öl aus

Der Einsatz von Tauchern zum Abdichten des Lecks war wegen der Strömung nicht möglich. Nach der Schadensaufnahme durch einen Havariekommissar sollte „Veerhaven II“ am Nachmittag in das Walsumer Hafenbecken bugsiert werden. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei war bei der Leckage auch Öl ausgetreten, das rheinab trieb. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Die „Veerhaven II“ wurde nach Angaben der Reederei Veerhaven, einer Tochter von Thyssen-Krupp Steel, 1981 im niederländischen Dordrecht gebaut. Der Kraftprotz für den Erz- und Kohleverkehr zwischen Rotterdam und Duisburg wird angetrieben von drei jeweils 1800 PS starken Motoren.