Schnitzeljagd im Museum

Bei goldenem Oktoberwetter kamen tausende Besucher zum letzten Marina-Markt dieses Jahres im Innenhafen. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Bei goldenem Oktoberwetter kamen tausende Besucher zum letzten Marina-Markt dieses Jahres im Innenhafen. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
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Am Innenhafen liegt jede Menge Geld herum. Und das bestaunen am Sonntag Schnitzeljäger vom Marina-Markt.

Im Kultur- und Stadthistorischen Museum stellt die Köhler-Osbahr-Stiftung eine umfangreiche Sammlung von Münzen, Schmuck und antiken Kunst- und Gebrauchsgegenständen aus. „In den letzten Jahren war genau wie heute viel los auf dem Marina-Markt. Leider kam kaum jemand bei uns vorbei“ erzählt Ralf Althoff, stellvertretender Museumsleiter. In diesem Jahr ist das anders.

Althoff kam die Idee, eine Schnitzeljagd zu veranstalten, und viele Marktbesucher machten deshalb einen Abstecher ins Museum. Mit einem leuchtend gelben „Jagdzettel“ ausgerüstet geht es los. Das Prinzip ist leicht: drei Fragen zur Ausstellung beantworten und mit etwas Glück eine einwöchige Reise nach Tunesien gewinnen. „In den ersten zwei Stunden waren es schon 200 Besucher“, berichtet Althoff zufrieden.

Die Hambornerin Monika Höfel besucht den MarinaMarkt in jedem Jahr. „Ich finde die Idee mit der Schnitzeljagd sehr schön. Man kann die Ausstellung bewundern und sogar noch etwas dabei gewinnen“, freut sie sich. Auch Patrick Schmidt wirft einen der gelben Zettel in die Urne. „Die Ausstellung ist interessant. Man kann Dinge von vielen Kulturen sehen“, erzählt der Zwölfjährige. Der Besucher be-staunt allein 70.000 Zahlungsmittel aus mehreren Jahrhunderten, Schmuck und kleine Statuetten. Aus Rom, Ägypten und Amerika hat das Ehepaar Köhler Exponate zusammen getragen. Das Ehepaar ist verstorben. Die Stiftung verwaltet die Sammlung von Dr. Herbert Köhler und seiner Frau Ingeborg (geb. Osbahr). Sie sammelte auch für den Privatgebrauch historischen Schmuck. Die filligranen Broschen ihrer Opernschmucksammlung sind nun Ausstellungsstücke und funkeln in einer Vitrine um die Wette. „Die beiden waren nicht nur kulturgeschichtlich interessiert. Sie liebten auch die Musik“ erinnert sich Althoff, der auch Betreuer der Sammlung ist. „Deshalb fördert die Stiftung auch heute noch den musikalischen Nachwuchs der Stadt Duisburg.

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