Schnee verdirbt die Shoppinglaune

Nur wenige wollten beim Schneegestöber vor die Tür.
Nur wenige wollten beim Schneegestöber vor die Tür.
Foto: Funke Foto Services
Durch den Schneefall blieben am Samstag nach Weihnachten viele Leute aus der Duisburger Innenstadt fern. Und wenn, dann kauften sie Winterkleidung.

Duisburg.. Die Weihnachtsfeiertage lockern erwartungsgemäß nicht nur die Gürtelschnallen, sondern auch das Portemonnaie der Menschen. In dieser Hoffnung öffneten wohl alle Duisburger Geschäfte Samstag ihre Türen, bevor Sonntag dann wieder frei war. Mit proppenvollen Läden konnte man rechnen. Fehlanzeige.

Alle Jahre wieder stürmen Massen an kauflustigen Besuchern nach dem Fest die Innenstadt, sei es um ihr Weihnachtsgeld unter die Leute zu bringen, oder um den Fehlgriff umzutauschen, den die Liebsten unter den Baum gelegt hatten. Gerade in diesem Jahr, in dem die Feiertage am Ende der Woche nur den Samstag zum Einkaufen lassen, könnte man annehmen, die Königsstraße werde vom Tüten-tragendem Volk überflutet.

Königsgalerie ist wie leer gefegt.

Prophezeiend hallte an Heilig Abend „Leise rieselt der Schnee“ noch aus Häusern, Wohnungen und Kirchen. Kurz nach dem christlichen Fest war es dann soweit. Samstag fiel die weiße Pracht auf die Straßen der Stadt. Was sich idyllisch anhört, verdarb aber wohl Vielen die Laune am Einkaufen. Nur einige Wenige quälten sich mit verzogener Miene am 27. zwischen den Geschäften durch Schneematsch in der Fußgängerzone. Das Einkaufszentrum „Forum“ – nicht voller als gewöhnlich. Die Königsgalerie – wie leer gefegt.

Johanna Groeneweg de Kroon, Geschäftsführerin des Duisburger Galleria Kaufhofs, erklärt: „Normalerweise ist der Andrang nach Weihnachten genauso hoch wie vor dem Fest. Dieses Jahr haben wir ungefähr dieselben Zahlen wie letztes Jahr, die meisten Leute kaufen allerdings Winterbekleidung statt ihr Weihnachtsgeld auszugeben. Ein Paar, die Geschenke umtauschen, sind natürlich trotzdem hier.“

Niemand bleibt an den Weihnachtsmarktständen stehen

Auch Monika Tontch stöbert zwischen Mützen und Schals umher. Ein Verwandter hat in der nächsten Woche Geburtstag: „Schauen sie mal raus, eine Mütze wär’ da wohl das beste Geschenk.“

An den Weihnachtsmarktständen auf der Königstraße bleibt niemand stehen. Die Verkäufer blicken gelangweilt auf eine leere Einkaufstraße.

In der Bäckerei Bolten ist dann aber doch eine kleine Schlange zu sehen. „Mehr als sonst ist heute auch nicht wirklich los. Die Meisten haben sich schon vor den Feiertagen eingedeckt und kaufen heute nur das Nötigste. Das liegt sicherlich auch an dem Wetter.,“ weiß Filialleiterin Claudia Steinke.

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