Schiffsbauer aus ganz Deutschland beim Poseidonfest in Duisburg

Zum Poseidonfest kamen rund 150 Schiffbauingenieure nach Duisburg. Foto Alexandra Umbach / Waz FotoPool
Zum Poseidonfest kamen rund 150 Schiffbauingenieure nach Duisburg. Foto Alexandra Umbach / Waz FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Zum jährlichen Poseidonfest der Schiffbauerzunft waren rund 150 Studenten und Absolventen von Schiffbaustudiengängen aus ganz Deutschland nach Duisburg gekommen. Der Absolventenjahrgang 1961 feierte in diesem Jahr seine "goldene Hochzeit".

Duisburg. Meeresgott Poseidon und seine Gemahlin Amphitrite waren am Samstag zur alljährlichen Stippvisite bei der Schiffbauerzunft Metazentrum an der Bismarckstraße zu Gast. In diesem Jahr mussten sie sich den Rang des Stargastes jedoch gleich mit einer ganzen Gruppe altgedienter Schiffbau-Experten teilen.

Denn die Absolventen des Jahrganges 1961 feierten ihre „goldene Hochzeit“ mit dem Schiffbau auf dem Poseidonfest. Neben ihnen waren auch Gäste aus Berlin, Bremen, Hamburg, Flensburg, Rostock und Kiel anwesend. „Alle anderen Schiffbau-Universitäten sind hier vertreten. Das Poseidonfest findet seit 1958 statt. Wir koppeln es immer gerne mit der Messe Boot, damit die Gäste doppelten Grund für die Reise haben“, erläutert Severin Baumann, Großmeister der Schiffbauzunft. Der Student des Schiffbaus verdeutlicht stolz: „Das Poseidonfest gibt es nur in Duisburg“. Rund 150 Studenten und ehemalige Absolventen waren am Samstagabend dem Ruf des Meeresgottes gefolgt und nutzten das Fest zum lockeren Austausch.

"Kern des Lernstoffs ist gleich geblieben"

Für Gerhard Ernst Hannemann, Absolvent von 1961, war es bereits das 15. Poseidonfest. „Es ist schön, die alten Kameraden wiederzusehen“, sagt der 76-Jährige. „Wir haben damals nach fünf Jahren den Abschluss gemacht. Heute hat man ja sechs Semester Zeit“, erinnert sich der gebürtige Königsberger, der über die Stationen Holstein und Schweden nach Duisburg gelangte. „Das war damals schon ein ganz schöner Schock. Bereits in Hamm konnte man verbrannte Kohle riechen“, beschreibt Hannemann, der immer noch in Duisburg lebt, seinen ersten Kontakt zum „Ruhrpott“.

Bereut hat er es jedoch nie, dass er sich damals um einen der begehrten Studienplätze bewarb. „Ein tolles Studium, das einem unglaublich viele Möglichkeiten in der Berufswelt eröffnet hat“, schwärmt Hannemann. Der Kern des Lernstoffes habe sich über die Jahre nicht groß verändert. „Die Formgebung der Schiffe ist heutzutage anders. Die Schiffbautheorie ist jedoch die gleiche geblieben“, philosophiert der Jubilar, der mit 19 weiteren Schiffbauern vor 50 Jahren sein Examen ablegte. „Das war eine ganz starke Truppe“, sagen sie einstimmig.

 
 

EURE FAVORITEN