Sauerland hat sich „nicht verbarrikadiert“

Wolfgang Gerrits
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Gegenüber seinen Spitzenkräften im Rathaus hat OB Sauerland am Dienstag bei einem „Amtsleiterfrühstück“ seine Position nach der Loveparade-Tragödie dargelegt. Er wurde mit Beifall verabschiedet.

Gegenüber der DerWesten bekräftigte das Stadtoberhaupt: „Wir wollen aufklären.“ Er werde persönlich zur Innenausschuss-Sitzung des NRW-Landtages fahren, kündigte Adolf Sauerland an. Das Gremium wird sich am 2. September mit den Folgen der Loveparade-Katastrophe befassen.

Ende der Woche erwartet der Oberbürgermeister den Abschlussbericht der Düsseldorf Anwaltskanzlei Heuking, Kühn, Lüer und Woijtek. Dann werde sich zeigen, so Sauerland, ob die Verwaltung Fehler gemacht habe. Dann erst werde man entscheiden können, wie es politisch weiter geht in der Stadt.

Im DerWesten-Gespräch betonte Adolf Sauerland, dass die Stadtverwaltung nicht kopflos oder führungslos sei. „Ich bin jeden Tag im Rathaus“, sagte der OB. Dass er in der sechswöchigen Trauerzeit nicht allen öffentlichen Terminen nachkommen könne und einige Veranstaltungen verschieben musste, dafür bat er um Verständnis. „Ich kann doch in dieser Situation nicht die Beecker Kirmes eröffnen.“ Dennoch habe es im Rathaus durchaus öffentliche Termine gegeben, denen er nachgekommen sei, betonte der Verwaltungschef.

Adolf Sauerland wies am Dienstag darauf hin, dass er entgegen Medienberichten nach der Loveparade nicht unter Polizeischutz gestanden habe. Seine „Bodyguards“ seien sein persönlicher Referent und Fahrer gewesen.