Ruhrtalradweg ist Duisburgs neue Visitenkarte für Radtouristen

Der neue Schriftzug am Kaßlerfelder Kreisel weist den Radlern den Weg zur Rheinorange. Die Skulptur an der Ruhrmündung ist der Endpunkt des 230 Kilometer langen Ruhrtalradweges.
Der neue Schriftzug am Kaßlerfelder Kreisel weist den Radlern den Weg zur Rheinorange. Die Skulptur an der Ruhrmündung ist der Endpunkt des 230 Kilometer langen Ruhrtalradweges.
Foto: FUNKE Foto Services
Der letzte Abschnitt des Ruhrtalradwegs ist endlich fertig. Die beleuchtete Rheinorange macht die letzten 1,8 Kilometer zur nächtlichen Attraktion.

Duisburg. Die Rheinorange am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr ist als Endpunkt des Ruhrtal-Radwegs und damit die wichtigste radtouristische Visitenkarte der Stadt. Mit dem Ausbau der finalen 1,8 Kilometer ab Kasslerfelder Kreisel wird der Schlussabschnitt nun seinem Anspruch gerecht. Acht Jahre nach Beginn der Planung und 21 Monaten, in denen 1,63 Millionen Euro Fördermittel von NRW-Wirtschaftsministerium und Regionalverband Ruhr (RVR) investiert wurden, führte am Freitag OB Sören Link eine Radlergruppe zur Mündungsskulptur, deren frisches Orange nun auch nachts angestrahlt wird.

Frischer Asphalt auf dem maroden Schotterweg

Die marode, bei Regen mit Pfützen übersäte Schotterpiste ist nun ein frisch asphaltierter, drei Meter breiter Weg, über den die Radler an einer Galerie mit Bildern aus den Städten an der der 230 Kilometer langen Strecke vorbeirollen. Sie verstellen den Blick auf die Geröllhaufen des angrenzenden Recyclingbetriebes.

Schon bei der Einfahrt zum Schlussabschnitt an der Karl-Lehr-Brücke, weist der stählerne Schriftzug den Weg auf die Schlusspassage, Fahrradständer und Ruhrbänke gibt es dort ebenso wie an der Rampe zur Schussfahrt hinab zur Skulptur. Infotafeln erläutern den Mündungspunkt und die linksrheinische Kulisse. Wer mit dem Auto anreist, um ruhraufwärts zu radeln, parkt künftig auf dem neuen Parkplatz im Wäldchen am Kaßlerfelder Kreisel – eine Sperre verhindert dort die Einfahrt vom Lkw.

Platz drei der meistbefahrenen Radrouten in Deutschland

Mit Platz drei der meistbesuchten deutschen Radwege wurde der Ruhrtalradweg (7,5 Millionen Besucher) im Frühjahr auf der Touristik-Messe ITB ausgezeichnet. „Mit diesem Endstück schaffen wir’s auf Platz eins“, ist SPD-Ratsherr Bruni Sagurna sicher, bald Weserradweg (7,6 Mio) und auch Spitzenreiter Elbe-Radweg (11,4 Mio) einzuholen.

Dass Gäste, die in Duisburg starten oder ankommen, mehr Zeit verbringen und in der Stadt übernachten, soll die gemeinsame Werbung von Ruhrgebietstouristik und des städtischen Duisburg Kontor bewirken. „Der Ausbau trägt auch dem Wunsch der Bürger Rechnung, sich mit dem Fahrrad fortzubewegen“, sagte OB Link. Das nächste Projekt ist in der Pipeline: Der Förderantrag für den Ausbau des Leinpfades an der Ruhr zum Radweg bis Mülheimer Stadtgrenze, gut 2,5 Mio Euro teuer, wird vorbereitet, kündigte Volker Heimann um Amt für Umwelt und Grün am Freitag an.

 
 

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