Ruhrorter Imperial wächst in Paraguay

Mit imposanten Schubverbänden ist der Ruhrorter Logistik-Konzern Imperial auf südamerikanischen Flüssen unterwegs. Jetzt war Gustavo Leite, Minister für Industrie und Handel der Republik Paraguay, mit der Wirtschaftsmission in Deutschland. Während eines Kurztrips auf dem Imperial-Schubboot „Franz Haniel 14“ informierten sich die Südamerikaner bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM). Dort bewirtschaftet Imperial mit einem Partner den Werkhafen und das Vormateriallager.

Imperial Logistics International betreibt seit Anfang 2014 mit der Tochterfirma Imperial Shipping Paraguay eine Schiffsverbindung auf den Flüssen Rio Paraguay und Rio Paraná zwischen Corumbá (Brasilien) und San Nicolas in Argentinien. Derzeit sind vier Schubverbände mit je zwölf Leichtern im Einsatz. Bis Ende 2016 soll die Flotte auf sieben Schubeinheiten mit je zwölf in Paraguay gebauten Leichtern vergrößert werden. Die Transportdistanz erstreckt sich auf bis zu 3000 Kilometer. Transportiert werden hauptsächlich Eisenerz, Agrarprodukte und andere Schüttgüter. Langfristig sollen Container sowie Gas- und Flüssigprodukte dazukommen. Ein Rundlauf dauert etwa vier Wochen. Jeder Schubverband (280 Meter lang, 50 Meter breit) kann 36 000 Tonnen Ladung bewegen. Die Höhe der Investition liegt bei umgerechnet rund 116 Mio Euro.

„Mit unserer jahrzehntelangen Binnenschiffserfahrung können und wollen wir in Paraguay ein langfristig zuverlässiger Partner der lokalen Wirtschaft sein“, erklärte Imperial-Chef Carsten Taucke beim Ministerbesuch auf der „Franz Haniel 14“.

Für den Einsatz auf der langen Flussstrecke hat Imperial die eigenen Schubboote der Herkules-Reihe mit extra großvolumigen Tanks nachgerüstet und auf Schwergutschiffen nach Argentinien transportiert. Jeder Schubverband ist mit 14 einheimischen Binnenschiffern besetzt. Imperial schult sie nach eigenen Angaben „auf der Grundlage eines deutschen Qualitätssicherungssystems“.

 
 

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