Rot-rot-grünes Bündnis in Duisburg für CDU-Kreisvorsitzenden "abscheulich"

Oliver Schmeer
Jubilarempfang der CDU: Parteichef Thomas Mahlberg (li.) findet das rot-rot-grüne Bündnis in Duisburg "abscheulich". Er fordert außerdem Neuwahlen für NRW - genauso wie Ehrengast Oliver Wittke (re.) Foto: Lars Fröhlich
Jubilarempfang der CDU: Parteichef Thomas Mahlberg (li.) findet das rot-rot-grüne Bündnis in Duisburg "abscheulich". Er fordert außerdem Neuwahlen für NRW - genauso wie Ehrengast Oliver Wittke (re.) Foto: Lars Fröhlich
Foto: WAZ FotoPool
Seinem Groll gegenüber dem rot-rot-grünen Bündnis machte der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Mahlberg bei der Jubilarehrung der CDU Luft. Dass sich die Duisburger SPD mit der Linkspartei eingelassen hat, sei "abscheulich".

Duisburg. Als „abscheulich“ und „völlig deplatziert“ hat es der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Mahlberg bezeichnet, dass sich die Duisburger SPD im rot-rot-grünen Bündnis mit der Linkspartei eingelassen hat.

Das rot-rot-grüne Bündnis sei eine „schlimme Sache für Duisburg“, erklärte der Parteivorsitzende auf der Jubilarehrung der CDU im Duisburger Hof am Sonntag. Man müsse alles dafür tun, „den Spuk schnell zu beenden“. Rot-Rot-Grün verspreche nur „Wolkenkuckucksheime. Ihm sträubten sich die Nackenhaare, dass mit dem Duisburger SPD-Vorsitzenden Ralf Jäger der NRW- Innenminister dieses Bündnis mit der Linkspartei betreibe, die zugleich bei seiner Behörde des Verfassungsschutzes unter Beobachtung stehe. Mahlberg mutmaßte, dass deshalb SPD-Vize Walsken bei der Verkündigung des Bündnisses vergangenen Donnerstag fürs Gruppenfoto vor dem Rathaus herhalten musste.

Linke besetzt Baudezernat

Dem neuen Bündnis gehe es nur um Posten, sagte Mahlberg mit Blick auf die Ankündigung, dass das Baudezernat von der Linksfraktion besetzt werden soll und die SPD die Nicht-Wiederwahl der beiden CDU Beigeordneten Janssen und Rabe angekündigt habe.

Mahlberg sprach sich ferner für Neuwahlen in Nordrhein-Westfalen aus, um das rot-grüne Bündnis in Düsseldorf abzulösen. „Wir sind nicht bange vor Neuwahlen“, erklärte auch der CDU-NRW-Generalsekretär und Gastredner Oliver Wittke. „Wir werden die Politik des Schuldenstaates zur Abstimmung stellen“, erklärte Wittke. Der Marsch in den Schuldenstaat sei verfassungswidrig.