Reiselustiger Roboter verliebt sich im Uni-Labor

Der reiselustige Roboter „hitchBOT“, der am 13. Februar seine Tour durch Deutschland begonnen hat, machte gestern an der Duisburger Uni Station. Das Schloss Neuschwanstein hat er schon gesehen, schunkelte im Kölner Rosenmontag, fuhr in einem Sportwagen nach Bottrop, verteilte dort mit einem Postboten Briefe und landete schließlich am Dienstag in einem Labor der Universität Duisburg-Essen, wo er sich sogar verliebte.

Vergangenen Sommer verzauberte „hitchBOT“ Millionen Menschen in Kanada. Mehr als 6000 Kilometer trampte der kleine Roboter durchs Land. Unterwegs besuchte er Konzerte, nahm an Familienfeiern teil und tanzte gar mit Ureinwohnern. Holger Dander, einem Fertigungstechniker an der Universität Duisburg-Essen ist es zu verdanken, dass hitchBOT nun auch ein paar Ecken von Duisburg gesehen hat. Und was der kleine Roboter im Labor von Dander entdeckte, scheint ihn beeindruckt zu haben. „HitchBOT war nach dem Rosenmontagszug geschlaucht. Wir haben ihn an die Steckdose angeschlossen, seine Schaltstellen kontrolliert und ein paar Lötarbeiten vorgenommen“, erklärt der Wissenschaftler.

Dabei hat hitchBOT die Roboter gesehen, die Dander und sein Team an der Uni konstruiert haben. Es sind Roboter, die vornehmlich für den Pflegebereich gebaut werden. „HitchBOT hat den anderen zugezwinkert und dabei leuchtete ein Herz in seinem Display auf“, erzählt Beate Kostka, Pressesprecherin der Uni. Es war allerdings ein kurzer Ausflug nach Duisburg. Bereits am Nachmittag war der kleine Roboter wieder auf dem Weg nach Köln, wo er abends Gast in der Sendung „TV Total“ von Stefan Raab sein sollte.

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