Regionalbahn zwischen Ruhrort und Oberhausen macht an den Feiertagen Pause

Über die Weihnachtsfeiertage stellt die Nordwestbahn den Betrieb der RB36 ein. Auf der Strecke fahren dann Busse. Foto:Joachim Kleine-Büning/WAZ Fotopool
Über die Weihnachtsfeiertage stellt die Nordwestbahn den Betrieb der RB36 ein. Auf der Strecke fahren dann Busse. Foto:Joachim Kleine-Büning/WAZ Fotopool
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Duisburg. Die NordWestBahn macht auf der Strecke zwischen Oberhausen und Duisburg-Ruhrort (RB 36 Ruhrort-Bahn) von Heiligabend bis einschließlich zweitem Weihnachtsfeiertag Weihnachtspause und stellt den Zugverkehr auf der Strecke in dieser Zeit ein, bietet aber alternativ einen Busverkehr an.

Die NordWestBahn habe die Erfahrung gemacht, dass an den Weihnachtsfeiertagen, insbesondere auf kurzen Strecken, fast keine Fahrgäste in den Zügen unterwegs seien, begründet das Unternehmen. Die NordWestBahn erhalte durch diese gezielte und geplante Pause die Chance, gesetzlich vorgeschriebenen Dienstunterricht der Mitarbeiter und Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen in ihre Planung einzubauen und dabei die Fahrgäste so gering wie möglich zu belasten.

Lokführergewerkschaft GDL kritisiert Stilllegung

Alternativ können die Kunden einen Busverkehr nutzen, den die NordWestBahn als Ersatz bereit stellt. Um eine Fahrt zum oder vom Last-Minute-Shopping zu ermöglichen, werden Heiligabend von 8 bis 14 Uhr sogar zwei Busse pro Strecke angeboten. Die Abfahrt der Busse ist ab Oberhausen Hauptbahnhof immer stündlich zur Minute 50 und fahren über Duisburg-Obermeiderich, Duisburg-Meiderich Ost, Duisburg-Meiderich Süd in ca. 23 Minuten nach Duisburg-Ruhrort. Von Duisburg-Ruhrort nach Oberhausen Hbf fahren die Busse immer zur Minute 03 ab.

Diesen Stillstand kritisiert der Bezirksvorstand der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). „So geht es nicht“, sagt der Bezirksvorsitzende Frank Schmidt. „Die Nordwestbahn ist bereits seit Monaten außerstande, ihre vertraglichen Pflichten zu erfüllen. Was hier läuft, ist in jeder Hinsicht inakzeptabel. „Auch ohne es mit letzter Sicherheit zu wissen, ist es doch ausgesprochen unwahrscheinlich, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Fort- und Weiterbildungen über Weihnachten stattfinden.“ Der VRR müsse durchgreifen, so die Gewerkschaft, wenn Verträge nicht erfüllt würden.

 
 

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