Ratschläge für den Duisburger Rat

Die Schüler Luca Haverbeck, Katharina Pohl und Lisa Brück (vordere Reihe von links) präsentierten, zusammen mit Mitgliedern des Jugendrings Duisburg, OB Sören Link und Jugenddezernent Thomas Krützberg  die Meinungs- und Dialogwand.
Die Schüler Luca Haverbeck, Katharina Pohl und Lisa Brück (vordere Reihe von links) präsentierten, zusammen mit Mitgliedern des Jugendrings Duisburg, OB Sören Link und Jugenddezernent Thomas Krützberg die Meinungs- und Dialogwand.
Foto: Referat für Kommunikation und B WAZ FotoPool
Auf einer Meinungs- und Dialogwand, die am Donnerstag der Jugendring im Rathaus installierte, formulieren Jugendliche ihre Vorschläge.

Duisburg.. Die Sanierung der Schulgebäude und Turnhallen, frei zugängliches W-Lan und der Aufbau eines Jugendparlaments sind die zentralen Forderungen der Duisburger Jugendlichen an die Lokalpolitiker.

Die Wünsche und Ideen sind auf der „Meinungswand“ festgehalten, die seit gestern am Eingang des Ratssaals steht. Der Duisburger Jugendring stellte die seit Februar gesammelten Meinungen aus etlichen Schulen und Jugendzentren, im Beisein von Oberbürgermeister Sören Link und Jugenddezernent Thomas Krützberg, vor.

Schülern eine Stimme geben

„Das Projekt soll einen Dialog zwischen Politikern und Jugendlichen herstellen und die jungen Leute motivieren, sich mit einzubringen und zu engagieren“, sagt Jugendring-Vorsitzende Jennifer Jonczyk. Es gehe darum, den Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben. „Wichtig ist natürlich, dass diese auch Gehör findet“, meint Jennifer Jonczyk. „Wir haben unseren Zug gemacht. Jetzt sind die Politiker an der Reihe“, findet Lisa Bück, eine von drei Schülervertretern, die bei der Enthüllung der Meinungswand im Rathaus dabei waren. Es gebe für die Schüler zu wenig Ansprechpartner, um Ideen ernsthaft mit Entscheidungsträgern zu diskutieren, berichtet die 17-Jährige.

Ihr Schulkamerad vom Mannesmann-Gymnasium, Luca Haverbeck, stimmt zu und beobachtet, „dass Jugendliche mitbestimmen wollen, motiviert sind und sich für Duisburg einsetzen. Das sieht man daran, dass viele bei der Integration von Flüchtlingen mithelfen. Zum Beispiel Deutsch-Nachhilfe geben“.

Katharina Pohl, Schülersprecherin des Kopernikus-Gymnasiums, zählt auf, was die Jugendlichen bemängeln und verbessert wissen wollen: „Die Zentralheizung im Sophie-Scholl-Berufskolleg ging den Winter über nicht, viele Schultoiletten seien praktisch nicht benutzbar und der Unterschied zwischen den Schulen in der selben Stadt ist größer als wir dachten.“

Gemeinsam für Duisburg

So sei es an manchen Standorten üblich, dass freies W-Lan zur Verfügung steht oder mit modernen Medien gearbeitet würde, jedoch manche Schulen komplett darauf verzichten müssen. „Deshalb ist auch eine Forderung: Allen Schülern und Schulen die gleichen Chancen geben“, sagt Katharina Pohl.

„Um gemeinsam Lösungen zu finden und zeitgemäße Projekte erarbeiten zu können, bedarf es einen regen Austausch zwischen Jugendlichen und Politikern, zum Beispiel in Form eines Jugendparlaments“, erklären die Schulsprecher und der Jugendring.

„Da sind wir uns einig. Dann verabreden wir uns doch demnächst mit allen Schülervertretern aus Duisburg“, reagiert OB Sören Link spontan auf die Forderung. Die Jugendlichen seien das Potenzial und die Zukunft der Stadt und deren Ideen müsse die Politik ernst nehmen.

 
 

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