Räumungen ohne Alternative

Die Räumung von Häusern in Marxloh (und anderen Stadtteilen) wird noch einige Zeit ein Thema bleiben, wahrscheinlich genau so lange, wie sich mit der Vermietung vergammelter Immobilien Geld machen lässt. Viel Geld!

Die Politik hat bereits reagiert und per Gesetz Möglichkeiten geschaffen, Häuser für unbewohnbar zu erklären. Die Konsequenz heißt: Häuser werden aus guten Gründen für unbewohnbar erklärt und sind es dann auch. Dass in solchen Häusern weiter Menschen leben, muss schon deshalb unterbunden werden, weil dort in der Regel unfassbare Zustände herrschen: katastrophale hygienische Bedingungen, brandgefährlich manipulierte elektrische Anlagen, Wohnungen ohne Türen zum Treppenhaus und damit tödliche Fallen im Falle eines Feuers.

Dass die Stadt solche Häuser räumen lässt, ist wegen der offensichtlichen Gefahrenlage ohne Alternative. Und es wird Druck ausgeübt auf Immobilienbesitzer, endlich zu investieren. Zumindest werden sie gehindert, weiter schamlos zu kassieren.

So notwendig diese Häuser-Räumungen sind, so wichtig ist es, dabei die Würde der Menschen nicht zu vergessen, die in diesen Häusern leben oder leben müssen. Ihnen eine Perspektive jenseits von Schrott-Häusern zu bieten, bleibt eine große Aufgabe aller politischen Ebenen und der Gesellschaft insgesamt.

 
 

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