Rätsel um Früchte einer exotischen Araukarie in Duisburg

Dicke Zapfen hängen oben an der Araukarie im Garten von Hermann Höffken in Duisburg-Wanheimerort.
Dicke Zapfen hängen oben an der Araukarie im Garten von Hermann Höffken in Duisburg-Wanheimerort.
Foto: WAZ FotoPool
Im Garten der Familie Höffken in Duisburg steht eine acht Meter Hohe Araukarie. Deren Heimat sind die chilenischen Anden und brasilianischen Parks. 40 Jahre nach seiner Einfuhr trägt der Affenbaum erstmals Zapfen. Was es mit denen auf sich hat, weiß nicht mal das Grünamt.

Duisburg.. Idyllisch schlummert die Fasanenstraße in Wanheimerort in der Mittagssonne. Doch die Ruhe trügt, denn im Garten der Familie Höffken hinter dem Haus Nummer 55 befindet sich ein wahrer Schatz aus dem fernen Südamerika. Dieser stellt seine Besitzer derzeit jedoch vor ein kniffliges Rätsel.

Am Ende des wunderbar gepflegten Gartens von Hermann und Helga Höffken thront nahezu majestätisch eine gut acht Meter hohe Araukarie. Ihre Äste ähneln langen Bürsten, die mit kleinen grünen Stacheln übersät sind. Diese gehört zur Familie der Araukariengewächse, die zu den Koniferen gehören. Das Besondere: Die Araukarie hat ihre Heimat normalerweise auf der Südhalbkugel zu finden. Ihr Zuhause sind eher die chilenischen Anden oder brasilianische Parks als ein Garten in Wanheimerort.

Mit dem Käfer nach Venlo

Dass der Exot vor bereits 40 Jahren dort landete, hat er Hausherrin Helga Höffken zu verdanken. „So ein Baum stand seinerzeit auch vor dem Sittardsberger Hof. Da war mir klar, dass ich so einen auch haben möchte“, erinnert sich die Rentnerin. „Wir sind dann mit unserem VW Käfer nach Venlo gefahren und haben auf einem Markt eine Araukarie gefunden. Die war damals gerade mal 30 Zentimeter hoch. Die haben wir im Fußraum des Käfers mit nach Deutschland gebracht“, beschreibt Höffken.

Während die Araukarie vor dem Sittardsberger Hof irgendwann kaputt ging, erfreut sich die Araukarie im Garten der Höffkens immer noch bester Gesundheit. Der Pflege Hermann Höffkens sei Dank. „Als im Winter Frost drohte, haben wir die Pflanze nachts mit einer Plane geschützt“, erzählt er. Wie seine Frau verfügt er wohl über den viel beschriebenen grünen Daumen. Wie die Araukarie, die im Volksmund auch Affenbaum genannt wird, sind auch die Engelstrompeten des Ehepaares auf der ganzen Straße bekannt.

Rätselhafte Zapfen

Im vergangenen Herbst hatte die immergrüne Araukarie nun eine Überraschung für die Höffkens, die seit 60 Jahren an der Fasanenstraße wohnen, parat. Am 40 Jahre alten Baum begann erstmals etwas zu sprießen. Über den Winter entwickelten sich in sechs Meter Höhe rund 30 zapfenartige Früchte. Fieberhaft versuchten die Wanheimerorter zu ermitteln, worum es sich bei den etwa faustgroßen Zapfen handeln könnte.

Das Internet, mehrere Gärtner und das Amt für Grün wurden befragt, keiner wusste eine Antwort. Eventuell handelt es sich um kostbare Nüsse, wurde orakelt. Beim Öffnen eines Zapfens kam jedoch nur eine samenähnliche Schicht zum Vorschein. In diese stecken die Höffkens nun ihre Hoffnung. Mehrmals haben sie schon erfolglos versucht, einen Ableger zu züchten. Ob die diesjährige Blüte endlich den gewünschten Erfolg bringt, weiß jedoch keiner.

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