Projektchor probt für den „Even-Song“

„Viva la musica, viva la musica“, singt Doris Kamphausen mit ihren Chor-Kollegen im Kanon. „Sehr schön“, lobt Chorleiter Daniel Drückes die Sänger: „Und jetzt kommen wir zu einer weiteren Einsing-Übung“, fährt er fort und erklärt eine Gesangs-Aufgabe, bei der die Sänger schnell hintereinander die Laute p ,t, k aussprechen sollen. Der Projektchor der evangelischen Gemeinde am Vogelsangplatz in Wanheimerort hatte am vergangenen Freitag seine erste Probe. Gemeinsam mit der Kirchenmusikerin Beate Hölzl hat Daniel Drückes die Gesangs-Gemeinschaft ins Leben gerufen.

Probe alle zwei Wochen

Alle zwei Wochen probt der Chor jeweils am frühen Freitagabend. „Bei uns in der Gemeinde gibt es keinen festen Chor. Und da viele sowieso nicht regelmäßig zu den Proben kommen könnten, haben wir den Projektchor gegründet, der nur über einen bestimmten Zeitraum besteht“, erklärt der Kirchenmusiker die Idee.

Der Projektchor ist schon der zweite seiner Art: Nach dem Auftritt der ersten Sängergruppe im März zur Einführung der Presbyter gibt’s nun eine Neuauflage. Der Anlass: Die musikalische Abendandacht „Even Song“ im September, die vom Kirchenkreis Duisburg organisiert wird. „ Es handelt sich dabei um einen Gottesdienst mit Texten, Musik und einer speziellen Liturgie“, beschreibt Daniel Drückes. Dabei werden nicht nur klassische Kirchenlieder gesungen, sondern auch liturgische Gesänge – so wird das Ensemble neben zeitgenössischen Musikstücken auch Gesänge aus dem 17. Jahrhundert kennenlernen.

„Die Kirchenmusik ist viel lebendiger geworden“, freut sich Doris Kamphausen und stellt sich zu den anderen Mitgliedern. Sie findet, dass „das Singen eine schöne Art ist, zusammenzuarbeiten.“ Christine Furgol aus Wanheimerort nutzt ebenfalls die Gelegenheit: „Es macht mir einfach Spaß und ist außerdem gut für den Körper, die Seele und den Geist.“

Nachdem sich die Chormitglieder eingesungen haben, wird das Stück „Kyrie Eleison“ einstudiert. „Weiß denn einer, was das auf Deutsch heißt?“, fragt der Kirchenmusiker in die Runde. Keiner kennt die Antwort. „Herr, erbarme dich“, klärt Drückes auf und dirigiert. „Bei einem Kanon muss auf den Rhythmus des Dirigenten geachtet werden“, sagt er, „beginnen wir also noch mal neu.“

 
 

EURE FAVORITEN