Prima Klima herrscht bei der Kita Zaubersterne in Duisburg

Ulla Saal
Bei  der Verleihung des Preises sangen die Kinder der Kita Zaubersterne zusammen mit NRW-Umweltminister Johannes Remmel „What a wonderful word“.
Bei der Verleihung des Preises sangen die Kinder der Kita Zaubersterne zusammen mit NRW-Umweltminister Johannes Remmel „What a wonderful word“.
Foto: EnergieAgentur NRW
Die Kita Zaubersterne in Duisburg-Neumühl hat sich bei dem Wettbewerb der Energie-Agentur NRW „KlimaKita. NRW 2015“ den ersten Platz erobert.

Duisburg. Prima Klima herrscht in der Kita Zaubersterne in Neumühl: Mit ihren Aktionen zum Thema Umweltschutz und Klimarettung haben die Zaubersterne den Wettbewerb „KlimaKita.NRW 2015“ gewonnen. Den ersten Platz unter 116 teilnehmenden Kitas haben sie der veranstaltenden Energie-Agentur NRW aber keineswegs abgeluchst, sondern mit Hilfe eines Luchses erobert.

Die gefleckte Raubkatze mit den Pinselohren und dem kurzen Schwanz, gehört zu den Maskottchen der Energie-Agentur und wurde von den Zauberstern-Kindern ausgewählt, um ihre Aktionen zu begleiten.

Dreifarbige Mieze namens "Buntkatze"

Aus gutem Grund, wie Hildegard Siebers, die stellvertretende Leiterin der Kita berichtet: „Auf unserem Außengelände lebt auch eine dreifarbige Katze, die von den Kindern Buntkatze genannt wird. Und die hatte sich an dem Müll, den Jugendliche auf dem Gelände hinterlassen hatten, die Pfote verletzt, was die Kinder ganz traurig machte.“

Gemeinsam hatten Kinder und Erzieher den Außenbereich dann gesäubert und über Müll und Umweltverschmutzung gesprochen. „Deshalb war das Thema bei uns sowieso aktuell“, sagt Katharina Fritzsche, Leiterin der Einrichtung an der Max-Planck- Straße. Als das Team dann von dem Wettbewerb erfuhr, war es keine Frage, dass die Zaubersterne da mitmachen wollten. Wie, das war allerdings eine Frage.

Zahlreiche Anregungen von den Eltern

Zunächst hatten sechs Kolleginnen an den kostenlosen Schulungen der Energie-Agentur teilgenommen und das Gelernte an die anderen Erzieher weitergegeben. Die Kinder wählten dann den Luchs als Maskottchen aus, eben wegen der Buntkatze, und nannten ihn Tim. Und Hildegard Siebers erfand Geschichten, in denen Tim um die Welt reiste und von anderen Tieren viel über Klimawandel und Umweltverschmutzung erfuhr. Etwa vom Regenbogenfisch, der im Mittelmeer fast vom Plastikmüll erdrückt wurde, oder vom Eisbär Ben, dessen Heimat ihm unter den Füßen wegschmilzt.

„Dazu haben wir dann kleine Experimente gemacht und Dinge gebaut, wie etwa Windräder“, schildert Hildegard Siebers. Auch von den Eltern kamen zahlreiche Anregungen und Ideen, aber sie gaben auch tatkräftige Unterstützung. So konnten die Kinder eine Biogasanlage und einen Bauernhof besuchen, sahen sich Sonnenkollektoren für Privathäuser an, und sie sammelten in Gruppen in verschiedenen Straßen den Müll auf. „Wir wollten ja auch Leute außerhalb der Kita einbeziehen“, betont Katharina Fritzsche. Was auch gelungen ist: eine Gruppe von Greenpeace war in der Kita zu Gast, die Stadtwerke spendeten für eine Tombola einen Gutschein über die Nutzung eines Elektroautos für zwei Tage, und mit den Eltern eines Kindes wurde für die Kita eine Wurmfarm gebaut.

Die Klima-Fitness-Murmelbahn

Natürlich lernten die Kinder auch, was sie selbst zu Klima- und Umweltschutz beitragen können. Anreiz dazu bietet zum Beispiel die von den Zaubersternen selbstgebastelte Klima-Fitness-Murmelbahn. „Immer wenn die Kinder in der Kita oder zu Hause was Gutes in diesem Sinne gemacht haben, wie Licht ausschalten oder Wasser abdrehen, nach dem Händewaschen, dürfen sie eine Murmel in die Bahn werfen. Wenn die Murmeln einen bestimmten Punkt erreicht haben, gibt es eine Belohnung für alle“, erklärt Julia Cleven, stellvertretende Leiterin der Kita in Neumühl, das Prinzip.

Letztlich gab es für alle Beteiligten dann die große Belohnung: den ersten Platz im Wettbewerb.