Polizei verhindert Schlägerei zwischen türkischer und rumänischer Gruppe in Duisburg-Bruckhausen

DerWesten
Etwa 110 Menschen standen sich in Duisburg-Bruckhausen am Montagabend auf der Reinerstraße (im Archivbild) gegenüber. Die Polizei konnte gewalttätige  Ausschreitungen verhindern. Allerdings warfen die Beteiligten mehrere Fensterscheiben ein und beschädigten mehrere Autos.
Etwa 110 Menschen standen sich in Duisburg-Bruckhausen am Montagabend auf der Reinerstraße (im Archivbild) gegenüber. Die Polizei konnte gewalttätige Ausschreitungen verhindern. Allerdings warfen die Beteiligten mehrere Fensterscheiben ein und beschädigten mehrere Autos.
Foto: WAZ

Duisburg/Dortmund. Mit einem massiven Aufgebot verhinderte die Polizei am Montagabend eine Schlägerei mit etwa 110 Beteiligten in Bruckhausen. Offenbar war ein Streit um ein Haus zwischen türkischen Anwohnern und aus Dortmund zugezogenen Rumänen eskaliert.

Zu einer drohenden Schlägerei wurde die Polizei Duisburg am Montagabend gegen 20.45 Uhr zur Reinerstraße im Problemstadtteil Bruckhausen gerufen. Dort hatten sich eine türkische und eine rumänische Gruppe feindselig gegenübergestanden. "Unsere Einsatzkräfte gehen von etwa 70 türkischen und 40 rumänischen Beteiligten aus", erklärte Polizeisprecher Stefan Hausch. Die Polizei war mit 20 Beamten und sowie fünf Diensthunden am Einsatzort, um eine Massenschlägerei zu verhindern. Dennoch wurden mehrere Fensterscheiben und Autos zerstört.

„Nach unseren Informationen eskalierte ein Streit um die rumänischen Mieter eines Hauses, das einem türkischstämmigen Mann aus dem Raum Dortmund gehört“, fasste Hausch "die unübersichtliche Situation" zusammen. Auslöser war offenbar ein in türkischer Sprache beschriftetes Schild. Das hatte zu Beginn der Auseinandersetzung ein Anwohner hinter einem Fenster im Erdgeschoss des Hauses entdeckt, in das die rumänischen Staatsbürger kürzlich eingezogen waren. Sie sollen wie ihr Vermieter ebenfalls zuletzt im Raum Dortmund gewohnt haben.

Keine Verletzten

Unklar ist, was genau auf dem Schild im Fenster stand: Der Verfasser jedenfalls soll die rumänischen Bewohner des Hauses verteidigt und deren Kritiker ehrverletzend beleidigt haben. Fest steht, dass ein Streit um das Schild entbrannte. Als rumänische Anwohner den Konflikt bemerkten, sollen sie die zusehends größer gewordene türkische Gruppe auf der Straße aus Fenstern heraus mit Gegenständen beworfen haben.

Zwar berichtet der Polizeisprecher, „eine Eskalation konnten wir mit einem massiven Aufgebot verhindern.“ Dennoch warfen die Beteiligten zahlreiche Fenster des von Rumänen bewohnten Hauses ein. Hausch: "Außerdem wurden auf der Reinerstraße mehrere Autos beschädigt."

Erst um 21.45 Uhr, nach einer Stunden also, entspannte sich die Lage. Die Einsatzkräfte hatten den Beteiligten Platzverweise ausgesprochen. Verletzt wurde laut Angaben der Polizei niemand. (pw/WE)