Polizei-Jahresbilanz 2010 - Beamte in Duisburg 157.543 Mal im Einsatz

Die Duisburger Polizei zieht Bilanz: 2010 gab es 7112 Einsätze mehr als im Vorjahr, 26.096 Anzeigen und 2618 Festnahmen. Foto: Paul Schulte
Die Duisburger Polizei zieht Bilanz: 2010 gab es 7112 Einsätze mehr als im Vorjahr, 26.096 Anzeigen und 2618 Festnahmen. Foto: Paul Schulte
Foto: NRZ
Die Duisburger Polizei präsentierte ihre Bilanz für 2010. Demnach stieg die Zahl der Einsätze. Besonders viel zu tun hatten die Beamten im Stadt-Süden und bei Sonder-Großeinsätzen. Insgesamt gab es 26.096 Anzeigen und 2618 Festnahmen.

Duisburg. Zu 157.543 Einsätzen rückten die Beamten des Duisburger Polizeipräsidiums in 2010 aus. Das waren laut Einsatzbericht 7112 mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt waren 255.500 Anrufe bei der Polizei eingegangen, doch nicht jeder erwies sich als tatsächlicher Notruf. Das sind rund 700 Telefonate an jedem einzelnen Tag. Die Polizeiinspektion (PI) Süd hatte mit 83.498 Einsätzen mehr zu tun als die Kollegen im Norden (74.045). Ein Grund: Die Innenstadt zählt zum Zuständigkeitsbereich der PI Süd und ist in Duisburg der Stadtteil mit dem höchsten Aufkommen an Straftaten. Aus all diesen Einsätzen resultierten 26.096 Anzeigen.

Auffällig: Die Zahl der Fälle von „Häuslicher Gewalt“ ist auf 640 gestiegen. 386 Mal wurde der prügelnde Partner für zehn Tage der eigenen Wohnung verwiesen – fast immer handelte es sich dabei um den Ehemann.

Auch die Zahl der Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte erlebte einen Anstieg um 26 auf 234 Fälle. Im Schnitt dreimal pro Tag rückten die Beamten aus, um nach vermissten Personen zu suchen. 2618 Personen wurden fest- oder in Gewahrsam genommen.

Für die Beamten, die ihren Dienst auf den Straßen der Stadt erledigen, war 2010 ein höchst intensives Jahr: Zu den Alltags-Belastungen kamen zahlreiche Sonder-Großeinsätze – etwa die Loveparade, der „Bandido“-Prozess vor dem Landgericht, die Demos von rechtspopulistischen Parteien rund um die Merkez-Moschee in Marxloh sowie diverse Großveranstaltungen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Hier war auch die Duisburger Hundertschaft der Bereitschaftspolizei oft gefordert.

Die offiziellen Beschwerden über Arbeit der Polizisten hielten sich mit 85 in engen Grenzen. Noch seltener wurde aber gelobt: Nur 14 Bürger bedankten sich schriftlich.

 
 

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