Polizei ermittelt wegen Luxus-Pension für Duisburger Sparkassen-Chef

Hans-WernerTomalak hatte sich kurz vor seiner Pensionierung eine üppige Altersversorgung vertraglich zusichern lassen, die weit über den Empfehlungen des Sparkassenverbandes lag.
Hans-WernerTomalak hatte sich kurz vor seiner Pensionierung eine üppige Altersversorgung vertraglich zusichern lassen, die weit über den Empfehlungen des Sparkassenverbandes lag.
Foto: WAZ FotoPool
Wegen der Luxus-Pension für den ehemaligen Sparkassen-Chef Hans-Werner Tomalak hat der Verwaltungsrat des Unternehmens auf die Entlastung des Vorstandes und des Verwaltungsrates verzichtet. Nach einer Anzeige wegen Betrugs und anderer Vermögensdelikte untersucht die Polizei nun den Fall.

Duisburg. Die Luxus-Pension für den Ex-Sparkassen-Chef Hans-Werner Tomalak hat erste Folgen. Der Sparkassen-Verwaltungsrat hat nach WAZ-Informationen auf die turnusgemäße Entlastung des Vorstandes und der Verwaltungsratsmitglieder für 2013 in Gänze verzichtet und sie auf unbestimmte Zeit verschoben.

Unterdessen hat die Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft mit den Ermittlungen begonnen, nachdem es wegen der Vorgänge in der Sparkasse eine Anzeige wegen Betrugs und weiterer Vermögensdelikte gegeben hatte. Wie berichtet, hatte sich Tomalak kurz vor seiner Pensionierung eine üppige Altersversorgung vertraglich zusichern lassen, die weit über den Empfehlungen des Sparkassenverbandes lag.

Sparkasse verhandelt mit Ex-Chef über Änderung der Altersvorsorge

Als Reaktion auf WAZ-Recherchen hatte OB Link den Beschluss des Sparkassen-Hauptausschusses beanstandet. Jetzt prüft der Rheinische Sparkassenverband die Entscheidungsabläufe. Ergebnisse sollen erst Ende 2014 vorliegen. Parallel verhandelt die Sparkasse mit Tomalak über die Änderung der Altersversorgung. Tomalak soll sich von fünf Anwälten vertreten lassen.

Eine Einigung hat es bislang nicht gegeben. Mehrere Entwürfe wurden verworfen. Wie die WAZ erfuhr, soll der jüngste Renten-Bonus nicht die einzige Ausnahmeregelung für den Ex-Chef gewesen sein; von vier Fällen seit 2011 ist die Rede, die die Altersversorgung letztlich auf über 30.000 Euro statt 17.000 Euro monatlich steigen ließen.