Duisburg

560.000 Euro Beute! Polizei nimmt falsche Polizisten in Duisburg hoch – das war ihre simple Masche

Die Betrüger gaben sich am Telefon als Polizisten aus und schickten „Kollegen“ vorbei. (Symbolbild)
Die Betrüger gaben sich am Telefon als Polizisten aus und schickten „Kollegen“ vorbei. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Großeinsatz der Polizei in Duisburg und mehreren anderen Städten
  • Die Beamten nahmen eine Betrüger-Bande hoch
  • Das war die Masche der falschen Polizisten

Duisburg. Um 8 Uhr standen sie in Duisburg und mehreren anderen Städten auf der Matte - in Polizeiuniform und mit Durchsuchungsbeschluss. Das unterschied das Auftreten der 50 Beamten, die am Dienstagvormittag eine Betrüger-Bande hochgenommen hat, von ihrem Ermittlungsziel.

Die Bande von neun Personen im Alter von 17 bis 33 Jahren soll sich als Polizisten ausgegeben und sich systematisch an ihren Opfern bereichert haben. Ihre Beute hat nach bisherigen Ermittlung einen Gesamtwert von 560.000 Euro!

Großeinsatz der Polizei: Das war die Masche der Betrüger

Die Masche der Betrüger war immer gleich. Sie suchten sich ein Opfer aus, vornehmlich waren das älteren Menschen, und gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus. Die falschen Polizisten forderten ihr Opfer am Telefon auf, Wertsachen an Kollegen auszuhändigen, die gleich vor der Tür erscheinen.

Ein Komplize stand dann bereits vor der Tür und gab sich ebenfalls als Polizist aus. Viele Menschen gaben dann nach und übergaben Bargeld, Mobiltelefone und weitere Wertgegenstände.

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Polizei stellt Luxusauto sicher

Bei den Wohnungsdurchsuchungen am Dienstag konnte die Polizei die Hauptverdächtige (27) festnehmen. Die 27-Jährige wird noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt.

Neben mehreren Smartphones und Wertgegenständen wie einer Münzsammlung konnte die Polizei auch einen Mercedes S500 sicherstellen.

Dringende Warnung der Polizei

Die Beamten weisen in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass die echte Polizei niemals bei Bürgern anruft und Kollegen vorbeischickt, um Geld und Wertsachen abzuholen.

Wer einen derartigen Anruf erhält, sollte sofort den Notruf (110) wählen.

 
 

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