Philharmoniker begleiten Finalisten

Eine anstrengende Saison liegt hinter den Duisburger Philharmonikern. Zwei Tage nach ihrem letzten Sinfoniekonzert krönte das Orchester seine überregionalen Aktivitäten durch die Mitwirkung in der Finalrunde des 33. „Belvedere Singing Competitions“ im Düsseldorfer Opernhaus. Auf 17 Arien unterschiedlichster Couleurs von Wagner bis Mozart, von Donizetti bis Puccini musste man sich einstellen, um den Finalisten des begehrten internationalen Gesangswettbewerbs optimale orchestrale Bedingungen zu bieten. Wie schon regelmäßig beim Gesangswettbewerb der Reinhard-Mohn-Stiftung in Gütersloh erwiesen sich die Duisburger als äußerst stilsicher und flexibel.

Flexibilität war auch von Axel Kober, dem Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein, gefordert. Er führte das Orchester sängerfreundlich durch die stilistischen Wechselbäder. Und das in einem zweitägigen Intermezzo inmitten der Proben zum „Tannhäuser“, mit dem Kober die Bayreuther Festspiele am 25. Juli eröffnen wird.

Rheinopern-Intendant Christoph Meyer, langjähriges Jury-Mitglied des seit 1982 weltweit ausgetragenen Wettbewerbs, gab sich alle Mühe, den 140 aus über 40 Ländern eingetroffenen Teilnehmern der Endrunden sowie der hochkarätigen Jury beste Arbeitsbedingungen zu schaffen. Immerhin ist Düsseldorf der erste deutsche Austragungsort in der Geschichte des Wettbewerbs, der nicht nur mit stattlichen Preisgeldern lockt, sondern vor allem mit Verträgen bedeutender Opernhäuser. So ging kaum einer der 17 Finalisten ganz leer aus. Für die Rheinoper verpflichtete Christoph Meyer die australische Sopranistin Siobhan Stagg, die mit ihrem ungewöhnlich sensiblen und kultivierten Vortrag aus Charpentiers „Louise“ den Preis der Medienjury und ein Engagement bei den Salzburger Osterfestspielen gewinnen konnte. Meyer sicherte sich auch die 2. und 3. Preisträger des Hauptpreises, den südafrikanischen Bariton Siyabulela Ntale und den südkoreanischen Bassisten Il Do Song.

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