Pfefferspray-Einsatz bei Pegida-Gegendemo in Duisburg

Wie jeden Montag überwachte ein Großaufgebot der Polizei die Pegida- und Gegendemonstration in Duisburg.
Wie jeden Montag überwachte ein Großaufgebot der Polizei die Pegida- und Gegendemonstration in Duisburg.
Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services
Jeweils etwa 250 Pegida- und Gegendemonstranten versammelten sich Montagabend in Duisburg. Polizei setzte Pfefferspray ein und schrieb zwölf Anzeigen.

Duisburg. Insgesamt etwa 500 Demonstranten haben sich am Montagabend vor dem Duisburger Hauptbahnhof versammelt. Nach offiziellen Angaben waren auf Seiten von Pegida und der Gegenseite in der Spitze jeweils rund 250 Teilnehmer.

Laut Polizei gab es mehrere Versuche von Gegendemonstranten, die Pegida-Versammlung zu stören. Auf der Gallenkampstraße versuchten demnach mehrere Personen, zu den Aufzug-Teilnehmern vorzudringen. Die Einsatzkräfte, die wie jeden Montag mit einem großen Aufgebot vor Ort waren, verhinderten das. Dazu setzten sie Pfefferspray und Einsatzmehrzweckstöcke ein.

Neun Personen mit aufs Präsidium

Die Bilanz des Abends: Neun Personen mussten wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte mit aufs Präsidium. Nach Feststellung ihrer Personalien wurden 22 weitere unmittelbar nach Hause entlassen. Die Polizei fertigte neun Anzeigen wegen Widerstandes bzw. Landfriedensbruchs und je eine wegen Körperverletzung, versuchter Körperverletzung und Beleidigung. Ein 37-Jähriger zeigte laut Polizei den Hitlergruß. Gegen 21 Uhr waren die Demonstrationen beendet.

Zuvor hatte der siebte „Duispunkt“ ein Großaufgebot von 55 Sängern und Musikern auf die Bahnhofsplatte geholt: Der „Statt-Chor Duisburg“ und der Chor „Alegria Cantar“ aus Gladbeck sangen und musizierten bis 19.30 Uhr gemeinsam mit den Musikern der Gruppe „Los del Sur“ gegen Rechts sowie für Vielfalt, Toleranz und Solidarität. (we)