Pegida-NRW will in Duisburg-Neumühl aufmarschieren

Rupert Joemann
Duisburg bleibt bunt. Das fordern Pegida-Gegner auch an diesem Samstag bei einer Gegendemonstration zu einer Kundgebung von Pegida in Duisburg-Neumühl.
Duisburg bleibt bunt. Das fordern Pegida-Gegner auch an diesem Samstag bei einer Gegendemonstration zu einer Kundgebung von Pegida in Duisburg-Neumühl.
Foto: FUNKE Foto Services
Zu zwei Demonstrationen kommt es am kommenden Samstag in Duisburg-Neumühl. Sowohl Pegida als auch das Netzwerk gegen Rechts haben Demos angemeldet.

Duisburg. Die Pegida-Bewegung hat für Samstag, 18. Juli, eine Demonstration und einen Umzug in Duisburg-Neumühl bei der Polizei angemeldet. Das bestätige Polizeisprecher Ramon van der Maat. Zudem hat das Duisburger "Netzwerk gegen Rechts" eine Gegendemonstration angemeldet.

Demonstrationen auf Hohenzollernplatz

Die Pegida-Demonstration beginnt um 14 Uhr auf dem Hohenzollernplatz. Anschließend ist ein Umzug geplant, der in der Nähe des ehemaligen St. Barbara-Krankenhaus stattfinden soll, in dem Asylbewerber untergebracht sind.

"Wir rufen dazu auf, sich der rassistischen und menschenfeindlichen Hetze von Pegida NRW entgegenzustellen und diese mit Mitteln des zivilen Ungehorsams zu verhindern. Rassisten und Faschisten haben weder in Duisburg noch sonst irgendwo was zu suchen", erklärt das Bündnis "Duisburg stellt sich quer". Die Gegendemonstration findet ebenfalls auf dem Hohenzollernplatz statt.

Stellungnahme von OB Sören Link

Auch Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link zeigt sich solidarisch und findet deutliche Worte angesichts der Demonstrationsankündigung von Pegida: "Ich weiß, dass es in Duisburg einen breiten gesellschaftlichen Konsens gibt, die Unterbringung von Asylsuchenden als eine absolut unumstrittene humanitäre Aufgabe zu begreifen und anzugehen. Der Duisburger Appell hat gezeigt, dass die Stadtgesellschaft da zusammen steht. Pegida hat in Duisburg bislang keinen Platz gefunden - und wird das auch in Zukunft nicht. Wir brauchen in Duisburg keine Hetzer und Scharfmacher, die als Demo-Touristen durch die Lande Reisen und mit ihren platten Parolen darauf abzielen, Menschen und ihre Sorgen und Ängste zu instrumentalisieren. Ich bin den vielen Duisburgern und insbesondere den zahlreichen Neumühlern sehr dankbar dafür, dass sie bürgerschaftlich aktiv geworden sind und sich dafür einsetzen, Flüchtlingen und Asylbewerbern eine sichere und menschenwürdige Unterkunft zu bieten - und sich umeinander kümmern. "