Duisburg

Pegida und „Mütter gegen Gewalt“ demonstrieren gemeinsam am Samstag in Duisburg – Drei Gegendemos angemeldet

Am Samstag hat Pegida eine Demo angemeldet. Gegendemos sind ebenfalls angekündigt. Die Polizei wird mit mehreren Hundertschaften vor Ort sein.
Am Samstag hat Pegida eine Demo angemeldet. Gegendemos sind ebenfalls angekündigt. Die Polizei wird mit mehreren Hundertschaften vor Ort sein.
Foto: Stephan Eickershoff/Funke Foto Services/Archivbild

Duisburg. Rund um den Hohenzollernplatz in Duisburg-Neumühl sind am Samstag gleich mehrere Demos angemeldet worden. Wenn du am dem Platz am 5. Mai unterwegs sein wirst oder dort in der Nähe wohnst, musst du zwischen 11 und 18 Uhr mit Einschränkungen rechnen.

Die Stadt hat in den Veranstaltungsbereichen rund um den Hohenzollernplatz Halteverbote einrichten lassen. Die Polizei wird mit mehreren Hundertschaften vor Ort sein. „Gegen Gewalt- oder Straftäter wird konsequent eingeschritten“, so die Polizei. Denn: Alle Demonstranten sollen friedlich ihre Meinung zum Ausdruck bringen können.

Eigentlich wollten sich laut WAZ die Rechten am Duisburger Hauptbahnhof treffen. Doch die Demos wurde nach Neumühl verlagert, weil am Samstag ein Streetfoodmarkt in der Nähe des Hauptbahnhofes stattfindet.

"Grenzenlos feministisch - Gegen Rechtsruck und Patriarchat"

Die erste Demo unter dem Motto „Grenzenlos feministisch - Gegen Rechtsruck und Patriarchat“ beginnt um 12 Uhr. Dann wollen etwa 200 Personen von der Feuerwache Hamborn über die Duisburger Straße, Gartenstraße und Wiener Straße zum Stielmuspark ziehen.

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„Duisburg stellt sich quer“ und Initiative Duispunkt

Das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ startet um 13 Uhr mit seiner Kundgebung „Gegen Pegida NRW“ östlich des Hohenzollernplatzes an der Holtener Straße.

Daneben wird sich die Initiative Duispunkt unter dem Motto „Für eine vielfältige, tolerante, solidarische Stadtgesellschaft“. Die Veranstalter rechnen dabei mit 200 bis 300 Teilnehmern.

Pegida NRW versammelt sich ebenfalls

Um 14 Uhr plant Pegida NRW gemeinsam mit der Bewegung „Mütter gegen Gewalt“ eine Versammlung auf dem Hohenzollernplatz mit dem Thema „Kandel ist kein Einzelfall“. Hier werden 600 Demonstranten erwartet, die auch einen Aufzug planen.

Mona Maja ist der Kopf von „Mütter gegen Gewalt“

Initiatorin der selbsterklärten Bürgerbewegung „Mütter gegen Gewalt“ ist Mona Maja aus Bottrop. In kurzen Videosequenzen bei Facebook und auf Youtube mimt sie das Bild der besorgten Mutter.

So hat sie beispielsweise auf ihrer Facebook-Seite schon mitgeteilt, „Wir haben keine Zeit mehr. (...) Man sagt uns, der Islam gehört zu Deutschland. (...) In spätestens 3-4 Jahren gibt es keine Frauen mehr in Top’s und Shorts auf der Strasse. Es gibt nirgendwo mehr Frauen ohne Kopftuch.“

Die Polizei rechnet mit rund 600 rechten Demonstranten, auf der Gegenseite geht sie laut ungefähr von der Hälfte der Teilnehmer aus. (jk)