Option ist vom Tisch: „Zu teuer und zu riskant“

Ursel Beier
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Duisburg.  Duisburg wird keine „Optionskommune“. Die Stadt wird die Langzeitarbeitslosen nicht in Eigenregie betreuen.

„Zu riskant, zu teuer“, so der Tenor bei der SPD-Fraktion, die gestern im Ausschuss für Arbeit und Soziales ihre Ablehnung bereits bekundet hat. Ebenso die Linke -- deren Ratsherr Thomas Keuer: „Von Eigenständigkeit kann bei der Option nicht die Rede sein. Schließlich ist man bei der Mittelbewilligung trotzdem von der Bundesagentur abhängig.“ Mit diesen Erklärungen steht fest: Die Option ist vom Tisch, denn eine Zweidrittelmehrheit im Rat, wie erforderlich, kann so nicht zustande kommen. Die Betreuung Langzeitarbeitsloser wird die Stadt also künftig in einem „Jobcenter“ gemeinsam mit der Agentur für Arbeit betreiben. Unter den politischen Fraktionen sprach sich einzig die CDU für die Option aus. Eine Entscheidung traf der Ausschuss aber nicht, weil die Grünen noch Beratungsbedarf haben, daher gibt’s am 1. Oktober eine Sondersitzung.