Ohne Muskelkater und Abgase

Am Dienstag, den 3.7.2012 stellte die Stadtverwaltung ihre ersten Elektroautos im Test vor. Auf dem Parkplatz Friedrich-Albert-Platz wurden die Fahrzeuge vorgestellt.v.l.Bernhard Rosenbaum, Dr. Annette Bohlmann, Carsten Tum, Beigeordneter.
Am Dienstag, den 3.7.2012 stellte die Stadtverwaltung ihre ersten Elektroautos im Test vor. Auf dem Parkplatz Friedrich-Albert-Platz wurden die Fahrzeuge vorgestellt.v.l.Bernhard Rosenbaum, Dr. Annette Bohlmann, Carsten Tum, Beigeordneter.
Foto: WAZ-Fotopool
Stadtentwicklungsdezernat testet eine Elektro-Fahrzeugflotte: E-Autos, Pedelecs und Elektro-Roller.

Duisburg.. „So leise, dass man denkt er wäre aus“, beschreibt Stadtarchäologe Bernhard Rosenbaum (54) seine erste Fahrt mit einem Elektroauto, das für die Fahrzeugflotte des Stadtentwicklungsdezernats getestet wird.

Insgesamt fünf elektrische Fahrzeuge und zehn Fahrräder stehen den 400 Mitarbeitern des Dezernats zur Verfügung, um umweltfreundliche Fahrten im Stadtgebiet zu unternehmen. Das Elektroauto, die zwei Elektroroller und die beiden Pedelecs sind eine Leihgabe der Stadtwerke. Sie haben auch am Stadthaus-Parkplatz eine öffentliche Elektroladesäule installiert. Hier können nicht nur Fahrzeuge der Stadt, sondern auch die von Unternehmen und Privatbesitzern betankt werden.

Im gesamten Stadtgebiet gibt es sechs solcher Säulen: Am Innenhafen, vor dem Rathaus, an der MSV-Arena und zwei am Hauptsitz der Stadtwerke - an der Bungertstraße in Hochfeld. Die passende Tankkarte, um an diesen Stellen bargeldlos Strom zu tanken, gibt es unter www.stadtwerke.de sowie unter 0203/6040. Sie kostet 50 Euro, ist für Kunden kostenlos. Tanken ist 2012 für alle umsonst.

Pedelecs

„Völlig ohne Muskelkater“ lassen sich die zwei Pedelecs des Stadtentwicklungsdezernats fahren. Das findet zumindest Michael Wahn, der zuvor bereits an der ersten Pedelec-Tour Duisburgs teilgenommen hatte. Mühelos sei er 50 Kilometer gefahren, denn die E-Fahrräder unterstützen die Pedalbewegung bei jedem Tritt.

Pedelecs werden bis zu 25 Stundenkilometer schnell und können ohne Helm gefahren werden. Die beiden Vehikel aus dem städtischen Fuhrpark stammen aus der Schmiede eines Duisburger Fachbetriebs und haben rund 2000 Euro gekostet. Auch sie werden an der E-Tanksäule vor dem Stadthaus aufgeladen und schaffen dutzende Kilometer.

Elektroroller

Auf chinesische Qualität setzen die Stadtwerke bei ihren Elektrorollern, die sie dem Stadtdezernat in der Sommersaison zur Verfügung stellen. Die in China produzierten Stadtflitzer kosten in der Anschaffung 3000 Euro und erreichen eine Maximalgeschwindigkeit von rund 45 Stundenkilometern.

Sie fahren etwa 70 bis 80 Kilometer weit, bis sie wieder mit Strom betankt werden müssen und es passen zwei Personen auf den Sitz. Die cremeweißen Roller erzeugen im Gegensatz zu den benzinbetriebenen Modellen keine störenden Geräusche. Die Mitarbeiter finden mit den wendigen Flitzern überall Parkplätze. Sie kosten rund zwei Euro Strom pro 100 Kilometer.

Elekroautos

Ohne Abgase, aber dafür mit viel Power, fährt das Elektroauto der Marke Renault Kangoo derzeit testweise durch Duisburg. „Der Wagen hat eine starke Maschine, vergleichbar mit der Mercedes-Klasse“, sagt Stadtwerke-Energieberater Michael Wahn. Das Auto hat 60 PS und eine Reichweite von rund 170 Kilometern, „je nach Fahrweise“, erklärt Wahn.

Sechs Stunden muss das Auto an eine Elektrozapfsäule gehängt werden, um wieder die volle Leistung bringen zu können. Er fährt bis zu 130 Stundenkilometer schnell und die Kosten für 100 Kilometer betragen etwa vier Euro.

 
 

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