OB Sauerland wirbt um Stimmen der türkischen Migranten

Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) ruft die türkischen Migranten der Stadt dazu auf, am 12. Februar gegen seine Abwahl zu stimmen. Archivbild: Stephan Eickershoff / WAZ Fotopool
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) ruft die türkischen Migranten der Stadt dazu auf, am 12. Februar gegen seine Abwahl zu stimmen. Archivbild: Stephan Eickershoff / WAZ Fotopool
In den deutschen Ausgaben der türkischen Zeitungen ruft OB Adolf Sauerland die türkischen Migranten dazu auf, beim Bürgerentscheid mit „Nein“ – also gegen seine Abwahl – zu stimmen. Die „Hürriyet“ titelt: „Sein Schicksal ist an die türkischen Wähler gebunden.“

Duisburg. Oberbürgermeister Adolf Sauerland ruft in den deutschen Ausgaben der türkischen Zeitungen zur Unterstützung im Abwahlverfahren auf. „Sauerland: Er hofft auf ein ,Nein’ der Türken“, titelte die „Sabah“ in der vergangenen Woche. Mit den Worten „Türken sollen mit Nein stimmen“ wird der OB in dem Blatt zitiert, das zu den größten türkischen Tageszeitungen zählt.

In dem Interview sagte OB Sauerland, dass die Türken in Duisburg ihre Sympathien ihm gegenüber bei der Wahl zum Ausdruck bringen sollen, indem sie für ihn stimmen. Auch auf die Initiative geht Sauerland ein: „Wer glaubt, hinter dieser Initiative stecke keine politische Kraft, der läuft mit Scheuklappen durch das Land“. Noch am Dienstag hatte Sauerland wiederholt erklärt: „Ich werde keinen Wahlkampf machen“.

Sauerland ist "den Türken freundlich gesinnt"

Die „Hürriyet“, eine der auflagenstärksten Tageszeitungen in der Türkei, widmete Sauerland ebenfalls einen großen Bericht in der hier erscheinenden Ausgabe. Schlagzeile: „Sein Schicksal ist an die türkischen Wähler gebunden“. Wie die Hürriyet schreibt, stehe Sauerland, der bei der letzten Kommunalwahl mit 44,6 Prozent der Stimmen gewählt wurde, jetzt einer „Kampagne von SPD, Linkspartei und Grünen“ gegenüber.

Das Blatt hat zu dem Abwahlverfahren sechs Personen, darunter CDU-Ratsherr Gürsel Dogan und Linken-Vorstand Kenan Ilhan, befragt. Alle seien sich einig, dass Sauerland „den Türken freundlich gesinnt“ sei, auch wenn die Meinungen über ihn geteilt seien, schreibt die Zeitung.

In der „Hürriyet“ hatte Adolf Sauerland wenige Monate nach der Loveparade-Katastrophe auch erklärt, dass er „nach schlimmen Ereignissen ... Zuflucht und Trost bei den Türken, beim Fastenbrechen“ gefunden habe.

 
 

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