OB Sauerland von eigenen Mitarbeitern ausgepfiffen

Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland steht auf einer Personalversammlung mit städtischen Mitarbeitern im Kreuzfeuer der Kritik. (Foto: ap)
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland steht auf einer Personalversammlung mit städtischen Mitarbeitern im Kreuzfeuer der Kritik. (Foto: ap)
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Duisburg. Der Personalrat der Stadt Duisburg hat OB Sauerland am Mittwoch auf einer Mitarbeiterversammlung erneut zum Rücktritt aufgefordert. Sauerland selbst betonte, ihn und die Mitarbeiter der Verwaltung treffe keine Schuld an der Loveparade-Katastrophe.

Die Kritik an Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland reißt nach der Loveparade-Katastrophe nicht ab. Auf der turnusgemäßen Personalversammlung der Stadt Duisburg am Mittwochmorgen in der Mercatorhalle hat der Vorsitzende des Personalrats Innere Verwaltung, Rainer Hagenacker, Sauerland erneut zum Rücktritt aufgefordert. Die städtischen Bediensteten seien enttäuscht von dem Verhalten Sauerlands nach der Tragödie. Hagenackers Rede fand bei der Mehrheit der Zuhörer Zustimmung.

Wenig Rückhalt für den Verwaltungschef

Als Oberbürgermeister Adolf Sauerland selbst zum Rednerpult im voll besetzten großen Saal der Mercatorhalle schritt, verließen etwa 100 städtische Bedienstete aus Protest den Saal. Ihrem Unmut machten aber auch viele der verbliebenen Zuhörer Luft: Sie quittierten Sauerlands Worte mit Pfiffen, Zwischen- und Buhrufen. Der kritisierte Oberbürgermeister selbst nutzte die Versammlung für einen erneuten Versuch, sein Verhalten zu rechtfertigen. Er zitierte mehrmals den Untersuchungsbericht einer Düsseldorfer Kanzlei, nach dem der Stadtverwaltung im Zusammenhang mit der Loveparade-Katastrophe kein Fehlverhalten vorzuwerfen sei.