OB Sauerland machte keinen Schritt ohne Kamera

Neujahrsempfang der Stadt Duisburg in der Mercatorhalle mit rund 500 Gästen. Foto: Stephan Eickershoff
Neujahrsempfang der Stadt Duisburg in der Mercatorhalle mit rund 500 Gästen. Foto: Stephan Eickershoff
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Das Top-Thema dieser Tage streifte Oberbürgermeister Adolf Sauerland nur am Rande: Es sei „demokratisches Recht“, wenn am 12. Februar über seien Verbleib im Amt abgestimmt werde, sagte er beim städtischen Neujahrsempfang in der Mercatorhalle.

Rund 900 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen, Verbänden und weiteren gesellschaftlichen Gruppen waren dazu eingeladen – und auch Sauerland-Kritiker, etwa aus den Reihen von SPD, FDP und Grünen, waren gekommen.

Wichtige Entscheidung über „Duisburger Freiheit“

Unabhängig vom Ausgang des Abwahlverfahrens, so Sauerlands Botschaft für 2012, brauche Duisburg eineinhalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe ein „Nach-vorne-Blicken“ und zwar „unabhängig von politischen Mehrheiten“. Sein Appell an alle gesellschaftlichen Kräfte: „Wir alle sind es unserer Bürgerinnen und Bürgern mehr denn je schuldig, dass wir Perspektiven und Zuversicht stiften.“

Sauerland, von einem Fernsehsender mit Mikrofon und Sender ausgestattet, auf Schritt und Tritt von Mikrofongalgen und dem Klicken der Fotoapparate begleitet, wünschte sich für 2012 vor allem „ein Stück neuen Zusammenhalt, den brauchen wir“.

Konkreter wurde der Oberbürgermeister in Einzelgesprächen, in denen er vor allem die Politik ermahnte, ihrer Verantwortung für die weitere Entwicklung der Stadt gerecht zu werden. 2012 stünden eine Reihe wichtiger Entscheidungen an, etwa wenn im März im Stadtrat über die Planungen für die „Duisburger Freiheit“ südlich vom Hauptbahnhof zu entscheiden sei. Bund und Land hätten schon ihre Zustimmung signalisiert für den Bau einer neuen Autobahnanschlussstelle, die für die künftige Nutzung der Riesenbrache im Herzen der Stadt benötigt werde. Ihre Realisierung dürfe nicht scheitern an „politischen Spielereien“.

Krieger will bauen, Ikea erweitern

Zu Gast beim Neujahrsempfang war auch Edda Metz, Projektleiterin des Möbel-Investors Kurt Krieger, die keinen Zweifel daran ließ, dass man das Möbelzentrum zwischen Eisenbahn und Autobahn bauen wolle. Ansiedlungspläne (in Meiderich) hat bekanntlich auch die Möbelunternehmen Ostermann, und damit nicht genug in Sachen Möbel: Sauerland deutete an, dass Ikea sein Möbelhaus (ebenfalls in Meiderich) erheblich ausbauen wolle.

Auf den Wahltag im Februar angesprochen, sagte der OB: „Ich bin zuversichtlich.“ Er werde auch selbst ins Wahllokal gehen, schon um seinen ältesten Sohn zu begleiten. Der sei erstmals wahlberechtigt.

 
 

EURE FAVORITEN