OB Sauerland kündigt Erklärung zur Frage der Verantwortung an

Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland kündigt für die nächsten Tage eine persönliche Erklärung zur Loveparade-Katastrophe und der Frage seiner Verantwortung an. Foto: Ilja Höpping
Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland kündigt für die nächsten Tage eine persönliche Erklärung zur Loveparade-Katastrophe und der Frage seiner Verantwortung an. Foto: Ilja Höpping
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Duisburgs OB Adolf Sauerland hat eine Erklärung zur Loveparade-Katastrophe und der Frage seiner Verantwortung angekündigt. Unterdessen hat die Bürger-Initiative, die seine Abwahl betreibt, bereits mehr als 20.000 Unterschriften gesammelt.

Duisburg. OB Sauerland hat für die nächsten Tage eine persönliche Erklärung zur Loveparade-Katastrophe und der Frage seiner Verantwortung angekündigt. „Warten Sie noch ein paar Tage“, sagte er am Rande der Eröffnung der Sparkassen-Erlebniswelt im Zoo.

In dem Gespräch mit der WAZ bestätigte Sauerland, dass die Zitate aus dem am Donnerstag erschienenen Artikel des Zeit-Magazins „schon einige Wochen zurückliegen“ und im Zuge des WDR-Dokumentarfilmes entstanden seien. Er habe dort das gesagt, was er schon seit geraumer Zeit geäußert habe.

Der OB erklärte, dass er an der Gedenkveranstaltung im Wedau-Stadion am 24. Juli, dem Jahrestag der Katastrophe, nur dann teilnehmen werde, wenn er ein „klares Signal“ der Angehörigen der Opfer dazu habe. „Ich respektiere das Votum der Angehörigen“, erklärte er. Noch vor dem Sonntag werde er sich mit der Mutter eines Opfers treffen.

Warten auf ein „Signal“ der Angehörigen der 21 Todesopfer

Sauerland wird an dem Sonntag auf jeden Fall in Duisburg sein. Sollte er nicht zur Gedenkveranstaltung gehen, werde er „mitkriegen“, was im Stadion passiert. Der OB kündigte an, dass er aber an den von den Kirchen geplanten Messen an dem Wochenende teilnehmen werde. Außerdem werde die Stadt sicherstellen, dass die Angehörigen wie gewünscht an dem Jahrestag ungestört im Tunnel ihrer Angehörigen gedenken können.

Die Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ rückt auch nach den jüngsten Veröffentlichungen über Sauerland nicht von der Forderung ab, er müsse den Weg für einen Neubeginn in Duisburg freimachen. „Auch diese versuchte Entschuldigung wäre wahrscheinlich ohne die massiven Unterschriftkampagnen für seine Abwahl nicht zustande gekommen“, heißt es in einer Pressemitteilung. 15 Tage nach dem Start der Kampagne seien bereits mehr als 20.000 der nötigen 55.000 Unterschriften gesammelt worden.

 
 

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