NRW: Mega-Razzia in mehreren Städten – DAS steckt dahinter

Deutschlandweit gingen Ermittler gegen insgesamt 27 Beschuldigte vor - auch in NRW, zum Beispiel in Duisburg oder wie hier auf dem Bild in Düsseldorf.
Deutschlandweit gingen Ermittler gegen insgesamt 27 Beschuldigte vor - auch in NRW, zum Beispiel in Duisburg oder wie hier auf dem Bild in Düsseldorf.
Foto: Justin Brosch / ANC-NEWS

Duisburg/Dortmund. Herausgebrochene Rollladen, eingeschlagene Haustüren – die Bilder der Razzia gegen illegale Finanzstrukturen in Düsseldorf am Morgen sind martialisch. Doch es ist nicht die einzige NRW-Stadt, in der es Durchsuchungen gab. Auch in Duisburg operierten die Polizeibehörden.

Das Ziel: Ein Netz aus insgesamt 27 Beschuldigten soll am Dienstag ausgehoben werden. Gegen sie wird wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung ermittelt. 62 Gebäude werden dabei unter Leitung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf durchsucht. Nicht nur in NRW.

Düsseldorf: Razzia gegen kriminelle Strukturen

In Hessen, Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg sowie in den Niederlanden werden ebenfalls Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

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Den Beschuldigten zwischen 23 und 61 Jahren wird vorgeworfen, ein System des verbotenen „Hawala-Banking“ installiert und betrieben zu haben. Mehrere Millionen Euro sollen dabei am legalen Bankensystem vorbei geschleust worden sein.

Hawala-Banking: Das steckt dahinter

Bei dieser Art des Bankings wird eine Transaktion nirgendwo digital erfasst. Es funktioniert so: Ein Kunde gibt seinem Hawala-Banker in Deutschland eine gewisse Summe in Bar. Der leitet die Höhe der Summe an einen Partner in im Ausland weiter.

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Dort wird dann die gleiche Summe an den beabsichtigten Empfänger des Geldes überwiesen.

Kriminelle Strukturen nutzen diese Methode, um Geld aus illegalen Geschäften ins Ausland zu transferieren. Ob das gesamte Geld, welches die Beschuldigten transferiert haben sollen, aus kriminellen Geschäften stammt, ist bisher nicht bekannt.

Großeinsatz der Behörden

Unabhängig von der Herkunft des Geldes darf man in Deutschland privat keine Bank gründen. Dafür wird eine Banklizenz benötigt - die ist an verschiedene Kriterien geknüpft.

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Insgesamt sind bei der großen Aktion am Dienstag über 850 Polizei- und Vollzugsbeamte im Einsatz. Darunter auch Spezialeinsatzkräfte, die mehrere Haftbefehle vollstrecken. (dav)

 
 

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