Zukunftsvisionen für die Rhein-Ruhr-Halle und das Stadtbad

Obermarxloh..  Nachdem das Factory-Outlet-Center gescheitert ist, haben die Bündnisgrünen im Duisburger Norden Anwohner zu einer Ideenwerkstatt eingeladen. Sie wollten besprechen, wie die Rhein-Ruhr-Halle und das Stadtbad Hamborn künftig genutzt werden können. Mit den Bürgern diskutiert haben unter anderem die Landtagsabgeordnete Birgit Beisheim, die beiden grünen Ratsfrauen Claudia Leiße und Nazan Sirin sowie Birgül Serman aus der Bezirksvertretung Hamborn.

Firmen und Initiativen einbinden

Für eine erfolgreiche Wiederbelebung der alten Freizeitstätten, so teilt es die Partei mit, müssten örtliche Initiativen und Unternehmen vorrangig eingebunden werden. Hierzu zählen sie die Grillo-Werke, außerdem Unternehmervereinigungen und die neugegründete Mieterinitiative der Zinkhüttensiedlung.

Erste Ergebnisse der Ideenwerkstatt sehen als Zukunftsvision Bildung, Einzelhandel, Freizeitangebot, Kultur, Hotelgewerbe und Gastronomie für besagte Fläche vor.

Die „breitgefächerte Migrantenkultur im Duisburger Norden“ biete eine gute Basis für den Aufbau einer publikumsträchtigen Markthalle für Nahrungs- und Genussmittel. „Eine derartige Einrichtung kann nicht nur eine Bedeutung für den lebendigen Stadtteil Marxloh haben, sondern auch das multikulturelle Flair des Stadtteils um ein weiteres Highlight ergänzen, das durch die Menschen vor Ort und ihre Bedürfnisse gestützt wird“, schreibt Claudia Leiße, die planungspolitische Sprecherin ihrer Ratsfraktion.

Aufgrund bereits bestehender Bildungseinrichtungen sei zudem eine Forschungseinrichtung oder eine Bildungsstätte sinnvoll. „Ein Zusammenwirken der Schulen am Standort mit einem Forschungsinstitut der Universität Duisburg-Essen mit Schwerpunkt Chemie könnte ein großer Wurf für die zukunftsfähige Ausrichtung des Duisburger Nordens werden“, findet Birgit Beisheim.

Einige Teilnehmer wünschen sich ergänzend noch kleine Hotels und Gastronomie. Einig seien sich Grüne und Anwohner zudem darin, dass die gerettete Zinkhüttensiedlung erhalten werden muss.

 
 

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