Unterwegs in Walsums grünem Paradies

Flussauenrallye im Naturschutzgebiet: Willi Bernok zeigt Grundschul-Kindern einen Bockkäfer Foto: Kerstin Bögeholz /Funke Foto Services
Flussauenrallye im Naturschutzgebiet: Willi Bernok zeigt Grundschul-Kindern einen Bockkäfer Foto: Kerstin Bögeholz /Funke Foto Services
Foto: Funke Foto Services
Bei der Flussauenrallye des Vereins Naturwerkstatt werden Kinder und Erwachsene durch das Naturschutzgebiet Rheinaue geführt. Am Mittwoch waren wieder begeisterte Gruppen unterwegs.

Walsum..  Die Naturwerkstatt ist ein Verein, der die Menschen in Duisburg und dem Revier für die natürlichen Schönheiten der Welt, die uns umgibt, sensibilisieren will.

Im Rahmen der Duisburger Umwelttage führten Naturwerkstatt-Geschäftsführer Martin Scholz und Co. am Mittwoch Kindergartenkinder, Schüler und eine Gruppe vom Aktiv-Center der Deutschen Angestellten Akademie durch Walsums grüne Lunge.

Begeistert waren die Natur-Wanderer von den zweieinhalb Stunden, die sie in der Tierwelt der Rheinauen verbrachten. „Blesshühner, Wühlmäuse, Habichte, Graureiher, Schafe, Pferde und Rinder haben wir gesehen“, schilderten die wandernden Akademiker im Anschluss begeistert.

Eine solches Naturparadies hatten die Teilnehmer in Duisburg wahrlich nicht erwartet. Martin Scholz, der die Erlebnisse mit den Teilnehmern im Anschluss noch einmal Revue passieren ließ, hörte es mit Befriedigung: „Der Habicht ist ja auch der Vogel des Jahres in Deutschland“, sagte Scholz, „es ist natürlich etwas Besonderes, diesen wunderbaren Raubvogel hier in freier Natur zu erleben.“

Eisvögel und Störche, sagten die Teilnehmer, hätten sie leider nicht gesehen, ob wohl sie ganz leise unterwegs gewesen seien: „Der Storch ist halt auch viel unterwegs“, sagte Scholz lachend, „dafür ist das Singen des Eisvogels in den Rheinauen überhaupt nicht zu überhören.“

Neben der Beobachtung der Tiere hatten die Teilnehmer freilich auch Aufgaben zu erledigen: An zehn Stationen gab es spannende Fragen zu Themen wie Wasserkreislauf, Flutrasen und Feuchtgebiete. Die kniffligen Rätsel mussten an diesem Mittwoch auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums lösen.

Sie waren ebenso in der Rheinaue unterwegs, wie Kindergartenkinder aus Obermarxloh und von der Kindertagesstätte Blankenburger Straße. Auch sie waren begeistert von so viel Natur am Rande des industriegeprägten Ruhrgebiets. Begeistert zeigten sie der Fotografin eine Feldmaus, die sie kurzerhand zum neuen Schul-Maskottchen erklärt hatten.

Das 520 Hektar große Naturschutzgebiet Rheinaue wird durch Jogger und Spaziergänger rege frequentiert. So nah an die seltenen Tierarten heran zu kommen, wie es die Teilnehmer der Flussauenrallye schafften, ist aber nur mit Unterstützung des BUND oder eben der Naturwerkstatt möglich.

Die bieten Führungen in den Rheinauen an. „Man kann Jogger und Spaziergänger nur inständig bitten, auf den für sie ausgewiesenen Pfaden zu bleiben“, sagte Scholz, „und Hundehalter sollten wirklich ihre Tiere an der Leine führen.“ Alles andere könne das empfindliche Gleichgewicht der Natur in Walsum nur zu schnell aus der Balance bringen.

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