Türkischen „Kindertag“ fröhlich importiert

Christian Balke
Mohammed, Yusuf und Ömer beim gemeinsamen Sackhüpfen. Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
Mohammed, Yusuf und Ömer beim gemeinsamen Sackhüpfen. Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
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Ditib-Begegnungsstätte und -Moscheeverein veranstalteten ein internationales Kinderfest. Zauberer, und Ponys begeisterten die Kleinen. Diplomatischer Affront wegen türkischer Hymne abgewendet

Marxloh.  „Es war so ein fantastisches Fest, dass wir uns jetzt entschlossen haben, das zu wiederholen“, sagt Maria Poll aus dem Vorstand der Begegnungsstätte der Ditib-Merkez-Moschee.

Jährlich wird in der Türkei am 23. April der „Kindertag“ gefeiert – ein Tag, an dem die Kleinen einfach alles dürfen. Diesen Brauch importierten der Vorstände des Moscheevereins und der Begegnungsstätte 2013 kurzerhand in den Norden und veranstalteten ein buntes Fest für rund 1000 Kinder auf dem Außengelände der größten deutschen Moschee an der Warbruckstraße.

Mit großer Unterstützung des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums – die Moderatorinnen Lara Arikök, Eda Karakas und Selinay Gülsiken drücken dort die Schulbank – wurde ein großes Programm für die kleinen Gäste geschaffen. Die waren dann besonders begeistert vom Zauberer Stefan Nachmann und den Ponys des Vereins Alsbachtal aus dem Mattlerbusch.

Pikant: Als Oberbürgermeister Sören Link erfuhr, dass ursprünglich nur das Singen der türkischen Hymne vorgesehen war, soll er sein Kommen in Frage gestellt haben um einem diplomatischen Affront vorzubeugen. Auch dafür wurde eine Lösung gefunden, wie Maria Poll sagt: „Es wurden die deutsche und die türkische Hymne gespielt und die Moderatorinnen haben bei beiden mitgesungen. Toll!“ Der OB konnte folglich ungezwungen mit den türkischen Diplomaten Small Talk halten.