Stürmann möchte Bezirksbürgermeisterin in Duisburg bleiben

Immer für die Bürger da: Daniela Stürmann, hier beim Neujahrsempfang im Januar 2013.
Immer für die Bürger da: Daniela Stürmann, hier beim Neujahrsempfang im Januar 2013.
Foto: WAZ FotoPool
Im dritten und letzten Teil unserer Reihe über die Bezirksbürgermeister im Duisburger Norden berichten wir über Daniela Stürmann. Sie ist für den Bereich Meiderich/Beeck zuständig. „Man braucht in der Politik eine hohe Frustrationsgrenze“, sagt sie heute.

Meiderich/Beeck..  Als Daniela Stürmann vor fünf Jahren zur Bezirksbürgermeisterin von Meiderich/Beeck gewählt wurde, war sie die jüngste Bezirksrepräsentantin im Land, „vielleicht sogar in Deutschland“, wie die heute 28-Jährige hinzufügt. Am Ende ihrer ersten Amtszeit zieht sie Bilanz: „Der Job hat mir immer Spaß gemacht und deshalb trete ich wieder an.“ Zum Fazit gehört aber auch die Erkenntnis: „Man braucht in der Politik eine hohe Frustrationsgrenze, weil Entscheidungen und Änderungen manchmal sehr lange brauchen.“

Unterstützung war sicher

Als Studentin der Politikwissenschaft wechselte sie 2007 von Bremen nach Duisburg. Bereits ein Jahr zuvor war sie in die SPD eingetreten und suchte nach ihrem Umzug nach Meiderich gleich Anschluss im dortigen Ortsverein. „Ich wollte mich im Stadtteil engagieren“, sagte sie.

An die Politik dachte sie da noch nicht. Schon bald aber fragte man sie, ob sie nicht den alten Bezirksbürgermeister Willi Jankowski beerben wolle, der das Amt aus Altersgründen nicht mehr weiterführen wollte. 2009 wurde sie gewählt. Mit gerade mal 24 Jahren.

„Der Willi hat mich anfangs sehr unterstützt. Ich konnte ihn immer anrufen und Fragen stellen“, sagt Stürmann dankbar. Ohne ihn, aber auch ohne Bezirksamtsleiter Ralph Cervik, der ihr ebenfalls stets mit Rat und Tat zur Seite stand, wäre der Job Knochenarbeit geworden.

Anfangs waren etliche Menschen skeptisch

Auch so war er nicht leicht. „Ich habe so viele Termine wie möglich wahrgenommen, damit die Menschen mich kennenlernen“, erinnert sie sich.

Anfangs habe man sie kritisch, manchmal auch skeptisch bei Terminen mit Vereinen und Verbänden beäugt. Eine gewisse Zurückhaltung herrschte vor. „Ich war vielen einfach zu jung“, sagt die heutige Online-Redakteurin bei der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahngesellschaft (Bogestra).

Jetzt ist sie allseits bekannt

Etwa zweieinhalb Jahre habe es gedauert, bis sie die Netzwerke im Bezirk und die mitunter verschlungenen Wege in der Verwaltung kannte. Jetzt begegne man ihr auf der Straße und bei Veranstaltungen sehr aufgeschlossen. Und man schätze sie als Mittlerin, wenn es Probleme zwischen Bürgern und Stadt gibt.

„Ich will Ansprechpartner für die Menschen sein, dafür sorgen, dass das Zusammenleben im Ortsteil funktioniert.“ Was sie neben dem Vollzeitjob regeln muss.

Froh ist sie, dass in ihrer ersten Amtszeit endlich das Milchhofgelände mit Wohnhäusern bebaut und dass als nächstes das St.-Matthias-Gelände neu genutzt wird. „Wir brauchen gute Wohnungen“, sagt sie.

Die Projekte der nächsten Jahre

Für die nächste Wahlperiode wünscht sie sich, dass das Möbelhaus Ostermann realisiert wird und dass das Grüngürtelprojekt in Bruckhausen zu einem guten Ende kommt.

Außerdem will Daniela Stürmann dazu beitragen, dass Laar lebenswerter wird und Schrottimmobilien verschwinden. Wenn­gleich ihr klar ist: „Einfach wird das alles nicht.“

EURE FAVORITEN