Stehende Ovationen für Guggenmos

Alt-Hamborn..  Zum letzten Orgelkonzert aus der Spielzeit 2014/2015 begrüßte Kantor Peter Bartetzky in der Hamborner Abteikirche Willibald Guggenmos, den Domorganisten an der Kathedrale in St. Gallen.

Guggenmos begann gewaltig mit Präludium und Fuge in c von Johann Sebastian Bach und schloss das leise, nachdenkliche Adagio in h-Moll von Mozart an. Danach spielte er Werke von Bartolome Very und Paul Barras, die nicht zur allgemein bekannten Orgelliteratur gehören. Seine Zuhörer horchten auf, als er bei einem Stück Programmmusik von Jaques Vogt einen wahren Gewittersturm mit Blitz und Donner auf der Orgel entfesselte. Die Kenner gerieten in Aufregung. „Wie hat er nur den Donner gemacht, glaubst du das war nur das Pedal?“, flüsterten sie. Solche und andere Fragen ließen sich beim anschließenden Umtrunk in der Abtei klären, zu dem Bartetzky die Zuhörer einlud. Aber zuvor spendierten die etwa 120 Orgelfreunde dem Domorganisten und seinem Registrator Florian Eumann einen stehenden Applaus.

Bei Sekt und Plätzchen schaute der Abteikantor auf die sechs Konzerte der abgeschlossenen Reihe zurück. „Das erste Konzert im September mit James O`Donnel dem Organisten der Westminster Abbey, war schon etwas ganz Besonderes, wie der Purcell und Händel gespielt hat“, sagt Bartetzky. Es brachte ihm eine Gegeneinladung ein, im nächsten Februar wird er in der Londoner Abbey spielen, und ist jetzt schon nervös, wenn er daran denkt. Ein stimmungsvoller Höhepunkt war auch das Adventskonzert mit Raimund Wippermann und dem Mädchenchor am Essener Dom.

Die Konzertreihe hatte im Durchschnitt 120 Zuhörer pro Abend und ist von den Hambornern gut angenommen worden. Für Bartetzky hat sich die Mühe der Organisation und des Sponsoreneinwerbens gelohnt.

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